Sie werden immer weniger: die Zeitzeugen der NS-Verbrechen. Ihre Geschichten und Erfahrungen bleiben jedoch erhalten und können auch für kommende Generationen Hinweis und Mahnung sein. Eine davon ist die Lebensgeschichte von Heinrich Bielawski, der viele Jahre in Regensburg lebte.
Im September 1939 wurde Heinrich Bielawski verschleppt. Er überlebte ein Getto, Zwangsarbeiterlager und Konzentrationslager. 1943 kam Bielawski in das Konzentrationslager Auschwitz. Auf einem Todesmarsch gelang ihm schließlich im April 1945 die Flucht.
Ende der 1980er Jahre schrieb Heinrich Bielawski seine Lebensgeschichte nieder. Seine Erinnerungen sind im Buch „Der Hölle entronnen – Erinnerungen eines Überlebenden“ zusammengefasst.
Trotz des Leids und der Verfolgung, die Heinrich Bielawski erfahren hatte, blieb er bis zu seinem Lebensende ein Humanist. Er verlor weder seinen Lebensmut noch seinen Optimismus.
Bis zu seinem Tod im Jahr 1997 lebte Heinrich Bielawski insgesamt 47 Jahre in Regensburg. Auch Oberbürgermeister Thomas Burger zeigte sich beeindruckt von der Geschichte des KZ-Überlebenden.
Bielawskis Erinnerungen dokumentieren die Verbrechen und das Leid während der Zeit des Nationalsozialismus. Seine Lebensgeschichte bleibt damit auch nach seinem Tod erhalten – als Erinnerung an das Erlebte und als Mahnung für nachfolgende Generationen.