So., 29.03.2026 , 16:23 Uhr

Regensburg: Chancenwucher bestraft – Löwen schocken den Jahn vor 14.000 Fans

Rund 14.000 Zuschauer sorgen im nahezu ausverkauften Jahnstadion für eine stimmungsvolle Kulisse: Im Toto-Pokal-Halbfinale empfängt der SSV Jahn Regensburg den Ligakonkurrenten TSV 1860 München. Alles ist angerichtet für einen echten Pokalkracher – und das Spiel hält, was es verspricht.

Früher Schock – Strauss rettet in letzter Sekunde

Die erste große Chance gehört den Gästen aus München. Bereits nach fünf Minuten reicht ein langer Ball über das Feld. Leo Mätzler verschätzt sich, Sigurd Haugen läuft alleine auf Jahn-Keeper Wechsel zu. Doch Felix Strauss kommt im letzten Moment dazwischen und verhindert den frühen Rückstand – eine Rettungsaktion, die er gemeinsam mit den Fans feiert. Früh ist klar: In diesem Spiel steckt Feuer.

Jahn übernimmt das Kommando

Nach dieser Szene spielt fast nur noch der SSV Jahn Regensburg. Die Oberpfälzer gewinnen viele Bälle im Mittelfeld und setzen sich in der Hälfte der Münchner fest.

Den ersten Abschluss für den Jahn hat Benedikt Saller, doch sein Schuss geht über das Tor. In der 18. Minute treibt Noel Eichinger den Ball stark nach vorne. Der Abpraller von Bauer landet bei Eric Hottmann, der per Volley nur knapp am Münchner Tor vorbeischießt.

Fünf Minuten später prüft erneut Saller aus kurzer Distanz die Reflexe von 1860-Keeper Thomas Dähne, der stark pariert. Die Regensburger kombinieren sich immer wieder sehenswert vors Tor. Eichinger steckt auf Hottmann durch, der legt mit der Hacke auf Adrian Fein ab – doch der Ball landet nur am Außennetz.

Der Jahn zeigt sich spielerisch überlegen, doch die Kaltschnäuzigkeit fehlt. Interimstrainer Raychouni sieht eine engagierte Leistung seiner Mannschaft, muss aber mit ansehen, wie Chance um Chance ungenutzt bleibt.

0:0 zur Pause – Löwen dürfen sich glücklich schätzen

Zur Halbzeit steht es 0:0. Für die Münchner Löwen ein schmeichelhaftes Ergebnis, denn der Jahn betreibt bis dahin einen regelrechten Chancenwucher.

Ein langer Ball entscheidet die Partie

Auch nach dem Seitenwechsel bleibt das Bild zunächst unverändert. Kaum eine Minute ist gespielt, da bringt Karbstein den Ball scharf in den Strafraum. Bauer verpasst, es entsteht ein wildes Durcheinander, doch 1860 klärt in höchster Not. Für den Jahn wirkt es vor dem Tor wie verhext.

Und dann schlägt der Fußball eiskalt zu: In der 54. Minute spielt Jacobsen einen langen Ball nach vorne. Sigurd Haugen ist durch, setzt sich gegen Strauss durch – und trifft zum 1:0 für den TSV 1860 München. Die Löwen brauchen nur eine einzige klare Gelegenheit.

Jahn rennt an – der Ball will nicht rein

Auch nach dem Rückstand erspielt sich der Jahn weitere hochkarätige Chancen. Doch selbst der eingewechselte Lucas Hermes vergibt frei im Strafraum. Der Ball will an diesem Nachmittag einfach nicht ins Netz.

Am Ende gewinnt der TSV 1860 München mit 1:0 in Regensburg und zieht ins Finale des Toto-Pokals ein. Für den SSV Jahn Regensburg wäre an diesem Tag deutlich mehr drin gewesen.

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