Der geplante Hochwasserschutz am Unteren Wöhrd lockte am Samstag zahlreiche Menschen auf die Eiserne Brücke in Regensburg. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie die Schutzmaßnahmen künftig aussehen sollen.
Auf Einladung der Inselfreunde kamen Vertreter des Wasserwirtschaftsamtes, des Aktionsbündnisses Erhalt der Donauinseln sowie der Oberbürgermeister zusammen. Ziel des Bürgerdialogs war es, die unterschiedlichen Standpunkte auszutauschen und gemeinsam über die umstrittenen Pläne zu sprechen.
Wie unterschiedlich die Ansichten zum Hochwasserschutz auf den Donauinseln sind, zeigte sich während der Veranstaltung deutlich. Der Bürgerdialog war von Buh-Rufen und Applaus begleitet.
Dabei fielen auch emotionale Aussagen wie „Ich bin traurig, dass sich der Untere Wöhrd in zwei Lager teilt“. Ein anderer Standpunkt wurde mit den Worten „lieber alle hundert Jahre ein Hochwasser, als hundert Jahre eine Mauer“ deutlich.
Die Planungen für den Hochwasserschutz am Unteren Wöhrd befinden sich derzeit im Planfeststellungsverfahren. Dabei werden auch die eingereichten Einwände behandelt.
Aus dem Bürgerdialog nimmt die Stadt Regensburg wichtige Anregungen für den weiteren Prozess mit. Ob und wie sich die unterschiedlichen Positionen zum geplanten Hochwasserschutz miteinander vereinbaren lassen, bleibt offen.