Das Bistum Regensburg warnt seine Gläubigen nach der Exkommunikation mehrerer Mitglieder der Piusbruderschaft eindringlich vor Gottesdiensten und Sakramenten im Priesterseminar in Zaitzkofen. Hintergrund ist die verbotene Weihe neuer Bischöfe durch die erzkonservative Gemeinschaft gegen den ausdrücklichen Willen des Papstes.
Die Piusbruderschaft betreibt im Schierlinger Ortsteil Zaitzkofen ein Priesterseminar. Nach der Entscheidung des Vatikans rät das Bistum Regensburg den Gläubigen dringend davon ab, dort Gottesdienste zu besuchen oder Sakramente zu empfangen.
Nach Angaben der Diözese verlieren insbesondere das Sakrament der Buße sowie weitere Sakramente, die von Priestern der Bruderschaft St. Pius X. gespendet werden, ihre Gültigkeit. Die Gläubigen sollten stattdessen Gottesdienste und Seelsorgeangebote von Priestern und Gemeinschaften nutzen, die vollständig mit der katholischen Kirche verbunden sind – etwa der Priesterbruderschaft St. Petrus.
Auslöser der Entwicklung sind Bischofsweihen, die die Piusbruderschaft trotz eines ausdrücklichen Verbots von Papst Leo XIV. in der Schweiz durchgeführt hat. Der Vatikan reagierte darauf mit der Exkommunikation der sechs unmittelbar beteiligten Männer.
Zugleich stellte der Vatikan fest, dass die Piusbruderschaft mit ihrem Vorgehen formell mit der katholischen Kirche gebrochen hat.
Das Bistum Regensburg weist darauf hin, dass Gläubige weiterhin Messen im alten römischen Ritus besuchen können. Diese würden unter anderem von der Priesterbruderschaft St. Petrus sowie in weiteren Kirchen des Bistums gefeiert, die in voller Gemeinschaft mit der katholischen Kirche stehen.