80 Jahre nach dem Ende des NS-Regimes setzen Schüler der Städtischen Berufsschule 2 in Regensburg ein klares Zeichen gegen das Vergessen: Die Maler- und Lackiererklasse 11 gestaltete ein Wandbild in der Aula der Schule. Die Inspiration dafür lieferte der bekannte Comic „Maus“ von Art Spiegelman, in dem dieser die Geschichte seiner jüdischen Eltern erzählt.
Zu Beginn stand die Frage im Raum: Wie soll das fertige Wandbild aussehen? Nach intensiver Auseinandersetzung mit dem Werk Spiegelmans und den historischen Hintergründen entwarf die Klasse ein ausdrucksstarkes Bild. Das Projekt war nicht nur ein künstlerisches, sondern auch ein historisch-bildendes.
Als Vorlage diente das Werk „Maus“ von Art Spiegelman. Der amerikanische Cartoonist und Comicautor verarbeitet darin die Erfahrungen seiner Familie während des Holocaust – im Stil einer Graphic Novel. Diese Form der Erinnerung hat die Schüler inspiriert, das Thema Verfolgung, Leid und Vernichtung bildlich darzustellen.
Zur Enthüllung des Wandbildes waren auch Ehrengäste eingeladen, die sich beeindruckt von der Arbeit der Schüler zeigten. Die Gestaltung des Wandbilds ist ein sichtbares Zeichen dafür, dass Erinnerungskultur auch an Berufsschulen ihren Platz hat – und dass junge Menschen Verantwortung übernehmen, um die Geschichte nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.
Mit dem Wandbild in der Aula wird nun täglich sichtbar: Erinnern, reflektieren, nie vergessen – das ist die Botschaft, die die Regensburger Schüler mit ihrer Arbeit vermitteln wollen.