Das Thema Energie und Energiesicherheit ist derzeit wieder stark in den Medien präsent. Besonders Elektroautofahrer spüren aktuell, wie wichtig regional erzeugter Strom sein kann. Doch das Elektroauto ist nur ein Teil der gesamten Stromversorgung in Bayern.
Wie das Netz auch künftig leistungsfähig und sicher bleiben soll, hat das Bayernwerk heute bei einer Pressekonferenz in Regensburg vorgestellt.
Das Stromnetz in Bayern muss viele Aufgaben bewältigen: Es versorgt Haushalte und Unternehmen zuverlässig mit Energie und nimmt gleichzeitig Strom aus Windkraft- und Photovoltaikanlagen auf, um ihn weiterzuverteilen.
Der Anteil der erneuerbaren Energien im Versorgungsgebiet des Bayernwerks steigt kontinuierlich. Derzeit sind dort mehr als eine Million Photovoltaikanlagen sowie rund 700 Windanlagen in Betrieb. Weitere Anlagen sollen laufend hinzukommen.
Nach Angaben des Bayernwerks ist der erste Teil der Energiewende geschafft. Nun beginne gewissermaßen die „zweite Halbzeit“.
Im Fokus steht jetzt vor allem der Ausbau und die Modernisierung der Netze, damit sie mit der steigenden Einspeisung aus erneuerbaren Quellen Schritt halten können.
Um die Stromversorgung langfristig sicherzustellen, will das Bayernwerk bis zum Jahr 2030 rund 12 Milliarden Euro in den Netzausbau investieren.
Geplant sind dabei auch zusätzliche Schutzmaßnahmen gegen Angriffe auf das Stromnetz, wie sie beispielsweise in Berlin vorkamen, sowie Vorkehrungen gegen Naturkatastrophen. Grundlage dafür ist ein neues Bundesgesetz für kritische Infrastruktur, das entsprechende Sicherheitsstandards vorschreibt.
Auch Elektroautos sollen künftig eine wichtige Rolle im Stromnetz übernehmen. Ihre Batterien könnten genutzt werden, um überschüssigen Solar- oder Windstrom zu speichern.
Dazu startet das Bayernwerk in Kürze ein Pilotprojekt gemeinsam mit BMW. Ziel ist es, die Batterien von E-Autos als flexible Speicher in das Netz zu integrieren und so die Stabilität der Stromversorgung weiter zu verbessern.