Die Bahnstrecke Nürnberg–Regensburg kann nicht wie geplant am 10. Juli wieder für den Zugverkehr freigegeben werden. Grund dafür sind Verzögerungen bei der sicherheitstechnischen Überprüfung der neuen Stellwerkstechnik. Die Bauarbeiten an Gleisen, Weichen und Oberleitungen sind bereits abgeschlossen. Die Deutsche Bahn rechnet nun damit, dass die Strecke spätestens zum Beginn der bayerischen Sommerferien am 31. Juli wieder vollständig befahrbar ist.
Sicherheitsprüfung dauert länger
Während die Bauprojekte auf den Strecken Hagen–Wuppertal–Köln sowie Hamburg–Hannover wie geplant abgeschlossen werden, verzögert sich die Inbetriebnahme auf der Strecke Nürnberg–Regensburg. Nach Angaben der Deutschen Bahn laufen die sicherheitsrelevanten Prüfungen der neuen Stellwerkstechnik länger als vorgesehen. Erst nach erfolgreichem Abschluss kann der Zugverkehr wieder freigegeben werden.
Bahn entschuldigt sich
Gerd-Dietrich Bolte, Vorstand Infrastrukturplanung und -projekte der DB InfraGO, erklärte: „Viele Reisende, Anwohnerinnen und Anwohner sowie unsere Partner haben in den vergangenen Monaten erhebliche Belastungen getragen. Umso enttäuschender ist es, dass wir die Strecke Nürnberg–Regensburg nicht wie geplant am 10. Juli in Betrieb nehmen können. Wir bitten in aller Form um Entschuldigung. Gleichzeitig gilt: Sicherheit steht im Eisenbahnbetrieb an erster Stelle. Wir werden mit den beteiligten Firmen alles daransetzen, die verbleibenden Arbeiten in Bayern schnellstmöglich zu erledigen.“
Umleitungen und Ersatzbusse bleiben bestehen
Das bisherige Umleitungskonzept bleibt unverändert bestehen. Fern- und Güterzüge fahren weiterhin über Ausweichstrecken. Ausfallende Nahverkehrszüge werden weiterhin durch Ersatzbusse ersetzt. Die Deutsche Bahn arbeitet gemeinsam mit den Eisenbahnverkehrsunternehmen und der Bayerischen Eisenbahngesellschaft daran, die aktualisierten Fahrplandaten schnell in die elektronischen Auskunftssysteme einzupflegen.
Industriekunden weiter versorgt
Auch mit den betroffenen Güterverkehrsunternehmen steht die DB InfraGO nach eigenen Angaben im engen Austausch. Die Versorgung der Industriekunden soll trotz der Verzögerung sichergestellt bleiben. Wegen der parallel laufenden Bauarbeiten auf der Strecke Obertraubling–Passau werden bereits zahlreiche Güterzüge über alternative Strecken umgeleitet. Wo nötig, sollen individuelle Lösungen mit den Unternehmen vereinbart werden.