Hochwasserschutz am Unteren Wöhrd sorgt in Regensburg für Diskussionen. Während das Aktionsbündnis „Erhalt der Donauinseln“ das geplante Projekt in seiner jetzigen Form ablehnt, machen Anwohner der Werftstraße mit einer Plakataktion deutlich: Sie wollen den Hochwasserschutz unbedingt.
Wie schnell das Wasser zur Gefahr werden kann, haben die Bewohner des Unteren Wöhrds im Juni 2024 erlebt. Damals musste die Werftstraße wegen des Hochwassers evakuiert werden. Für viele Anwohner ist das Ereignis noch immer präsent.
Mit Plakaten und der Botschaft „Ja zum Hochwasserschutz“ wollen die Anwohner deshalb ein deutliches Zeichen setzen. Die Aktion richtet sich auch gegen die Kritik des Aktionsbündnisses „Erhalt der Donauinseln“.
Der geplante Hochwasserschutz ist auf dem Unteren Wöhrd inzwischen zu einem Streitpunkt geworden. Das Aktionsbündnis lehnt das Projekt in seiner derzeit geplanten Form ab.
Ein zentraler Punkt der Kritik sind die Bäume auf dem Unteren Wöhrd. Für die geplanten Baumaßnahmen müssten zahlreiche Bäume gefällt werden. Das Bündnis befürchtet dadurch einen erheblichen Eingriff in den gewachsenen Baumbestand und in das Erscheinungsbild der Insel.
Der Untere Wöhrd soll größtenteils durch eine unterirdische Dichtwand vor Hochwasser geschützt werden. Das geplante Projekt soll rund 55 Millionen Euro kosten. 80 Prozent der Kosten übernimmt der Freistaat.