Mo., 13.07.2026 , 13:23 Uhr

Regensburg: Abschied neu gedacht? Gründerinnen setzen auf persönliche Papier-Urnen

Die OTH Regensburg bringt immer wieder innovative Geschäftsideen hervor. Nachdem wir ein Projekt zum Abfangen von Drohnen vorgestellt haben, steht nun ein ganz anderes Thema im Mittelpunkt: der Umgang mit Abschied und Trauer. Das Startup Urnfold hat biologisch abbaubare Papier-Urnen entwickelt, die individuell gestaltet werden können.

 

Papier-Urnen sollen vollständig vergehen

Mitgründerin Kristina Steinhauf erklärt das Konzept hinter den besonderen Urnen. Die aus Papier gefertigten Urnen sollen nach der Bestattung in der Erde vollständig und ohne Rückstände vergehen. Gleichzeitig bieten sie Angehörigen die Möglichkeit, die Urne selbst zu gestalten.

Gerade in einer schweren Zeit sollen kleine persönliche Gesten helfen. Dazu gehören etwa eine letzte Nachricht an den Verstorbenen oder individuelle Verzierungen auf der Urne. Die Gründerinnen möchten damit das Abschiednehmen persönlicher und unkomplizierter gestalten.

 

Idee entstand nach Trauerfall in der Familie

Der Anstoß für die Entwicklung der Papier-Urnen kam durch einen Trauerfall in der eigenen Familie. Aus dieser Erfahrung heraus entstand die Idee, Angehörigen mehr Möglichkeiten für einen persönlichen Abschied zu geben.

Die Urnen werden in Handarbeit hergestellt. Für die Gründerin ist dies auch ein Zeichen der Wertschätzung gegenüber Verstorbenen.

 

Von der OTH zum erfolgreichen Startup

Das Unternehmen Urnfold hat sich inzwischen am Markt etabliert. Mehrere Produkte sind bereits im Angebot und werden an Bestatter verkauft.

Die Wurzeln des Unternehmens liegen an der OTH Regensburg. Bereits im Jahr 2021 unterstützte das Startup-Lab die Gründerinnen in der frühen Entwicklungsphase. Heute zählt Urnfold zu den Startups, die den Schritt von der Idee zum marktfähigen Produkt erfolgreich geschafft haben.

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