Die Hitze macht auch den Menschen in Regensburg zu schaffen. Im Caritas-Krankenhaus St. Josef werden die Auswirkungen ebenfalls spürbar. Es gibt mehr Notfälle, auch wenn sich nicht immer eindeutig feststellen lässt, ob tatsächlich die hohen Temperaturen der Auslöser sind. Geschäftsleiterin Prof. Sylvia Pemmerl fordert zugleich mehr Unterstützung für den Hitzeschutz.
Fenster auf oder zu? Diese Frage wird bei hohen Temperaturen auch im Caritas-Krankenhaus St. Josef diskutiert. Denn trotz der Hitze braucht es in den Räumen manchmal frische Luft.
Prof. Sylvia Pemmerl und ihr Team beobachten zugleich die gesundheitlichen Auswirkungen der hohen Temperaturen. Auch im Raum Regensburg gibt es mehr Notfälle. Ein direkter Zusammenhang mit der Hitze lässt sich allerdings nicht in jedem einzelnen Fall eindeutig herstellen.
Nach Angaben des Robert Koch-Instituts sind in diesem Jahr fast 12.000 Menschen an den Folgen der Hitze gestorben. Gleichzeitig werden Forderungen nach mehr staatlicher Unterstützung für Hitzeschutzmaßnahmen laut.
Dabei kann es laut den Erfahrungen aus dem Krankenhaus manchmal vergleichsweise einfach sein, Hitzeschäden zu vermeiden. Während besonders heißer Tageszeiten können Pausen helfen. Auch auf anstrengende Aktivitäten sollte bei großer Hitze möglichst verzichtet werden.
Seit dem 1. Juni gab es in Regensburg 22 Tage mit Temperaturen über 30 Grad. Die anhaltend hohen Temperaturen bekommen sowohl die Mitarbeiter als auch die Patienten im Caritas-Krankenhaus St. Josef zu spüren.
Das Krankenhaus versucht deshalb, die Belastung so gering wie möglich zu halten. Unter anderem stehen mehr Wasserspender zur Verfügung. Daneben werden weitere Möglichkeiten genutzt, um die Hitze im Haus erträglicher zu machen.
Für Prof. Sylvia Pemmerl ist klar, dass künftig mehr getan werden muss. Sie hält es für unabdingbar, dass der Bund mehr Unterstützung und finanzielle Mittel für den Hitzeschutz bereitstellt. Gerade Einrichtungen wie Krankenhäuser stehen bei länger anhaltenden Hitzeperioden vor besonderen Herausforderungen.