Mi., 07.10.2026 , 16:17 Uhr

Regensburg: 12 Milliarden Euro für die Netze – so will das Bayernwerk die Energiezukunft bauen

Das Bayernwerk führt drei neue Instrumente für die Energiewende ein: ein kriterienbasiertes Zuteilungsverfahren für Netzkapazitäten, einen neu ausgerichteten Netzausbauplan als „Bauplan für die Energiezukunft“ sowie flexible Netzanschlüsse für Bezug und Einspeisung. Das gab das Unternehmen bei einer Pressekonferenz in Regensburg bekannt.

 

Neue Phase der Energiewende

Laut Bayernwerk tritt die Energiewende in eine neue Phase ein. „Die zweite Halbzeit der Energiezukunft beginnt. Es braucht jetzt ein neues Spielsystem und einen klaren Bauplan zur Entfesselung des Energiesystems“, sagte Dr. Egon Leo Westphal, Vorstandsvorsitzender der Bayernwerk AG. Eine zunehmende Elektrifizierung der Industrie, des Verkehrs und des Wärmesektors, Digitalisierung, Großbatteriespeicher oder Rechenzentren prägen demnach die Transformation der Energieversorgung. Eine Folge dieser Entwicklung sind knapper werdende Netzkapazitäten.

„Wir gehen heute davon aus, dass sich die installierte Leistung erneuerbarer Energien bis 2045 verdreifachen und sich der Stromverbrauch in Bayern bis dahin verdoppeln wird. Die Energiewende-Logik der ersten Halbzeit hat darauf keine Antworten mehr“, betonte Westphal.

 

Schutz der Energieinfrastruktur

Eine weitere Schlüsselaufgabe sieht das Bayernwerk in der Resilienz der Energieinfrastruktur. Cyberangriffe, Extremwetterereignisse, geopolitische Krisen und gezielte Angriffe auf kritische Infrastrukturen hätten die Anforderungen an die Sicherheit der Energienetze deutlich erhöht. Das Unternehmen setzt auf eine enge Zusammenarbeit mit Sicherheitsbehörden, eigene Schutzmaßnahmen sowie im Fall von Vorkommnissen auf Konzepte für eine schnelle Wiederherstellung der Versorgung.

Gemeinsam mit Siemens Energy entwickelt das Bayernwerk derzeit einen neuartigen Security Sensor, der an Freileitungen angebracht wird. Das System kann Bewegungen im Umfeld kritischer Netzinfrastrukturen erkennen und so einen zusätzlichen Beitrag zum Schutz und zur Überwachung der Energienetze leisten. „Diese Technologie könnte künftig neue Maßstäbe beim Schutz kritischer Infrastrukturen setzen“, so Westphal.

Das könnte Dich auch interessieren

05.10.2026 02:12 Min Ostbayern: El Niño und seine möglichen Folgen für die Region Vor der Küste Südamerikas erwärmt sich das Wasser derzeit ungewöhnlich stark – ein Phänomen, das weltweit als El Niño bekannt ist und das Wetter aus dem Takt bringen kann. Ob und wie sich das auch auf Ostbayern auswirken könnte, haben wir bei einer Expertin nachgefragt.   El Niño rückt in den Fokus Wenn es ums 01.10.2026 02:01 Min Regensburg: Aktionstag macht auf Gefahren der Glücksspielsucht aufmerksam Glücksspiel kann schnell zur Sucht werden. Beim bundesweiten Aktionstag gegen Glücksspielsucht haben deshalb auch Einrichtungen in Bayern über Risiken, Warnsignale und Hilfsangebote informiert. Mit dabei war die Caritas Regensburg. Rund 25 Einrichtungen in Bayern beteiligen sich Rund 25 Einrichtungen in Bayern haben sich am bundesweiten Aktionstag gegen Glücksspielsucht beteiligt. Im Mittelpunkt standen die Gefahren von 30.09.2026 01:29 Min Ostbayern: Tankrabatt startet morgen Die Spritpreise sind zuletzt noch einmal deutlich gestiegen. Der Iran-Krieg hat Öl und damit auch Benzin und Diesel teurer gemacht. Morgen soll nun der Tankrabatt kommen. Haben die Menschen tatsächlich mit dem Tanken gewartet? Und wie sind eigentlich die Meinungen zum Tankrabatt? 30.09.2026 04:08 Min Interview zum Weltherztag 2026 - Wie hält man sein Herz möglichst lange gesund? Heute am 29. September ist Weltherztag. Der internationale Aktionstag rückt weltweit die Herzgesundheit in den Fokus und macht auf die Bedeutung der Vorsorge vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen aufmerksam. Das Ziel: Menschen für ihre Herzgesundheit sensibilisieren. Genau darüber konnte ich heute Nachmittag mit Professor Andreas Luchner sprechen. Er ist Chefarzt der Klinik für Kardiologie am Krankenhaus der Barmherzigen