Vor der Küste Südamerikas erwärmt sich das Wasser derzeit ungewöhnlich stark – ein Phänomen, das weltweit als El Niño bekannt ist und das Wetter aus dem Takt bringen kann. Ob und wie sich das auch auf Ostbayern auswirken könnte, haben wir bei einer Expertin nachgefragt.
Wenn es ums Wetter geht, richten sich derzeit weltweit alle Augen auf El Niño. Das Phänomen tritt in unregelmäßigen Abständen immer wieder auf, diesmal soll es laut Schlagzeilen besonders heftig ausfallen. Für Einschätzungen zur Lage in Ostbayern haben wir mit einer Expertin von wetter.com gesprochen. Seinen Höhepunkt erreicht El Niño demnach rund um den Jahreswechsel – dann könnte auch Ostbayern die Auswirkungen spüren.
Auch in diesem Jahr war es in Ostbayern teilweise sehr heiß, immer wieder war von einem sogenannten Heat Dome die Rede. Laut der Expertin Denise Seiling hat dieses Wetterphänomen jedoch nichts mit El Niño zu tun – es sei vielmehr ein Resultat des Klimawandels.
Viele fragen sich nun, wie der kommende Winter ausfallen wird. Verlässliche Prognosen gibt es laut Expertin dazu bislang noch nicht. El-Niño-Winter waren in der Region Ostbayern in der Vergangenheit sehr unterschiedlich: 2009 und 2010 fielen sie demnach streng aus, 2015 dagegen besonders mild.
Auf El Niño folgt in der Regel das Gegenphänomen La Niña, das eher für eine Abkühlung sorgt. Diese Abkühlung könnte laut Expertin bereits zur Jahresmitte 2027 eintreten. Sollte der kommende Sommer erneut sehr warm ausfallen, könnte eine solche Abkühlung durch La Niña durchaus willkommen sein.