Das Bayernwerk mit Sitz in Regensburg plant bis 2030 einen gewaltigen Netzausbau: Rund 40.000 Kilometer Mittel- und Niederspannungsleitungen sowie 1.000 Kilometer Hochspannungsleitungen sollen neu gebaut werden. Außerdem will das Unternehmen etwa 300 Umspannwerke modernisieren und die Netzsteuerung digitalisieren. Hintergrund ist die Energiewende und der Abschied von Atomkraft und fossilen Energien, die einen massiven Ausbau der Stromnetze erforderlich machen.
Vorstandschef Egon Westphal spricht von einem „rasenden Veränderungsprozess“. Künftig soll es über eine Million Einspeiser statt weniger Großkraftwerke geben, wodurch sich der Stromverbrauch bis 2045 verdoppeln dürfte. Neben Solaranlagen und Windrädern spielt auch der Ausbau von Batteriespeichern eine zentrale Rolle – Bayern habe dafür beste Voraussetzungen. Westphal betont: „Netzanschlüsse und Netzkapazitäten sind das neue Gold.“