Wochenlange Temperaturen von über 35 Grad und monatelang kaum Regen: Die Wetterbedingungen machen den Landwirten in Bayern und der Oberpfalz schwer zu schaffen. Schon vor Beginn der Ernte zeichnet sich ab, dass die Ernte 2026 schlecht ausfallen wird. Besonders deutlich zeigt sich das bei den Kartoffeln.
Bei den Kartoffelbauern in der Oberpfalz ist die Stimmung vor der anstehenden Kartoffelernte gedämpft. Die bisherigen Vorhersagen fallen ernüchternd aus. Hitze und fehlender Regen haben den Kartoffeln zugesetzt.
Das zeigt sich auch an den Knollen selbst. Statt Kartoffeln in der gewünschten Größe müssen sich die Landwirte auf viele kleine Kartoffeln einstellen. Diese sind sowohl für die Direktvermarktung als auch für die weitere Verarbeitung teilweise unbrauchbar.
Die Zahlen zeigen, wie groß die Unterschiede zum vergangenen Jahr sind. Damals konnten die Landwirte noch rund 36,8 Tonnen Kartoffeln pro Hektar ernten. Davon waren 91 Prozent marktfähig.
2026 wird dagegen nur mit einem Ertrag von rund 24,8 Tonnen je Hektar gerechnet. Das entspricht einem Rückgang von rund einem Drittel. Zudem ist mehr als die Hälfte der Kartoffeln nicht marktfähig. Gründe dafür sind die geringe Größe und die mangelnde Qualität der Knollen.
Landwirte müssen seit Jahrhunderten mit klimatischen Veränderungen und schwierigen Wetterbedingungen umgehen. Das Jahr 2026 stellt für die Bauern jedoch einen Extremfall dar. Die lange Hitze und die anhaltende Trockenheit belasten die Ernte erheblich.
Trotz der schlechten Aussichten für die diesjährige Kartoffelernte bleibt die Hoffnung auf bessere Bedingungen bestehen. Die Landwirte hoffen nun auf ein besseres Erntejahr 2027.