In Geigant im Landkreis Cham beginnt in diesen Tagen die Getreideernte. Auf den Feldern wird die erste Wintergerste gedroschen und damit startet auch in der Oberpfalz die Ernte-Saison 2026.
Die Erwartungen des Bayerischen Bauernverbands bleiben verhalten. Nach aktuellem Stand rechnen die Landwirte weder mit einer Rekordernte noch mit einem besonders schlechten Jahr. Die Erträge dürften insgesamt durchschnittlich ausfallen.
Trotzdem bleibt die wirtschaftliche Lage angespannt. Denn auch bei einer soliden Ernte kämpfen viele Betriebe weiterhin mit hohen Produktions- und Betriebskosten. Gleichzeitig sorgen die aktuellen Marktpreise dafür, dass viele Landwirte ihre Ausgaben kaum decken können.
Vor ähnlichen Herausforderungen stehen auch die regionalen Schweinebauern. Beim diesjährigen Erntegespräch machte Gastgeber Christian Lommer, der neben dem Ackerbau auch Ferkel erzeugt, auf die schwierige Situation in der Branche aufmerksam.
Obwohl regionales Schweinefleisch eine hohe Qualität habe, verliere es zunehmend an Wert. Gleichzeitig sinken die Preise, während die Kosten für die Betriebe weiter steigen.
Um die angespannte Lage zu verbessern, sehen die Landwirte dringenden Handlungsbedarf bei der Politik. Ein wichtiger Schritt wäre aus Sicht der Bauern eine Herkunftskennzeichnung für sämtliche Fleischprodukte. Dadurch soll regional erzeugtes Fleisch besser erkennbar werden und die heimische Landwirtschaft gestärkt werden.