Fr., 13.02.2026 , 13:30 Uhr

Oberpfalz: Fasching zwischen Tradition, Wirtshaus und „verkehrter Welt“

Die heiße Phase des Faschings hat begonnen

In der Oberpfalz beginnt die heiße Phase des Faschings. Jetzt ist die Zeit der Bälle, der Umzüge und des närrischen Treibens.

Doch wenn man an Fasching denkt, kommt vielen wohl zuerst das Rheinland in den Sinn. Die Oberpfalz gilt auf den ersten Blick nicht als klassische Hochburg. Dabei hat auch hier der Fasching eine lange Tradition – wenn auch mit ganz eigenen Ausprägungen.

Schon früh zeigte sich: „eine verkehrte Welt“ ist keine moderne Erfindung. Ebenso wenig wie das „Über die Stränge“ schlagen.

Wirtshauskultur und der „Fischzug“ in Schmidmühlen

Gerade im Wirtshaus entfaltet der Fasching in der Oberpfalz seinen besonderen Charme.

In Schmidmühlen ziehen Männer zum Faschingsausklang beim „Fischzug“ durch die Wirtshäuser. Ziel ist es, vor Beginn der Fastenzeit noch das letzte Bier zu trinken – ganz nach alter Tradition.

Besonders in der katholisch geprägten Region wurde vor der Fastenzeit oft ausgelassen gefeiert. Maßlosigkeit vor dem Verzicht gehörte vielerorts dazu. Das zeigt: Ausgiebiges Feiern ist keineswegs eine Erfindung der Neuzeit.

Wiederbelebte Bräuche seit den 1970er- und 1980er-Jahren

Viele Faschingsbräuche waren zeitweise in Vergessenheit geraten. In den 1970er- und 1980er-Jahren wurden zahlreiche Traditionen wiederbelebt.

In vielen Orten entstanden neue Faschingszüge. Auch Bräuche wie das Geldbeutelwaschen oder der Sturm aufs Rathaus haben ihre Ursprünge in längst vergangenen Zeiten und sind bis heute fester Bestandteil des närrischen Kalenders.

Tradition im Wandel der Zeit

Wie viele Traditionen verändert sich auch der Fasching im Laufe der Jahre.

Verkleiden ist heute längst nicht mehr nur auf die Faschingszeit beschränkt. Zudem nutzen viele Menschen die Fastenzeit nicht mehr ausschließlich für bewussten Verzicht.

So hat der Fasching ein Stück weit an seiner ursprünglichen Bedeutung verloren. Dennoch pflegen die Oberpfälzer Faschingsnarren weiterhin ihre Bräuche – auch wenn sich diese stetig wandeln.

In diesem Sinne: fröhliches Feiern!

Das könnte Dich auch interessieren

09.02.2026 00:41 Min Ostbayern: Tourismus 2025 trotzt Wirtschaftsflaute Die Tourismuszahlen für 2025 sind in Bayern trotz der angespannten Wirtschaftslage auf Rekordniveau gestiegen. Nach Angaben des Landesamts für Statistik kamen insgesamt 41 Millionen Gäste in den Freistaat. Das entspricht einem Plus von 0,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Ausschlaggebend für das Wachstum waren vor allem Gäste aus dem Inland. Sie stellen den größten Teil 03.02.2026 03:22 Min Spenden in Ostbayern: So können Sie die Johanniter unterstützen Das Regensburger Weihnachtssingen am 20. Dezember war ein voller Erfolg: 220.000 Euro sind inzwischen für das Kinderzentrum St. Martin zusammengekommen. Die große Spendenaktion bewegt jedes Jahr viele Menschen in Ostbayern – und sie ist nur eine von vielen, die Gutes bewirken. In den kommenden Tagen und Wochen stellt TVA Ostbayern weitere Projekte und Organisationen aus 02.02.2026 01:11 Min Umfrage: Eine Stunde mehr arbeiten? CSU-Chef Markus Söder hat mit seiner Aussage, „eine Stunde Mehrarbeit pro Woche sei nicht zu viel verlangt“, eine bundesweite Debatte ausgelöst. Seiner Meinung nach könnte genau diese zusätzliche Arbeitsstunde die deutsche Wirtschaft ankurbeln und zu mehr Wachstum führen. Während Söder auf Wachstum setzt, sieht die SPD das ganz anders und lehnt die Forderung ab. Was 30.01.2026 00:45 Min Ostbayern: Deutlicher Anstieg der Arbeitslosenzahlen zum Jahresbeginn Die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) sieht die Ursachen für die aktuelle Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt in geopolitischen Spannungen und Handelskonflikten. Eine international vernetzte Volkswirtschaft wie Bayern bekomme die wachsenden Handelsbarrieren deutlich zu spüren. Die geopolitischen Herausforderungen setzen unserer exportorientierten Industrie in besonderem Maße zu. So kommentiert die vbw die Lage. Zahl der Arbeitslosen deutlich