Mi., 22.01.2025 , 16:55 Uhr

Oberpfalz: Durchwachsene Aussichten für die Metall- und Elektroindustrie

Rund 330 Betriebe aus der Metall- und Elektroindustrie sind im Regionalverband Oberpfalz des bayerischen Arbeitgeberverbands bayme vbm zusammengeschlossen. Sie beschäftigen knapp 99.000 Menschen und stellen damit einen wichtigen Wirtschaftsfaktor in der Region dar. Doch die aktuelle Winter-Umfrage 2025 des Verbands zeigt: Die Unternehmen stehen vor großen Herausforderungen.

Geschäftslage: Licht und Schatten

Die Ergebnisse der Umfrage machen deutlich, dass es in der Branche sowohl positive als auch negative Entwicklungen gibt. Im Bausektor, etwa im Solarbereich, läuft es für viele Betriebe weiterhin gut. Dagegen kämpfen Automobilhersteller und Zulieferer mit erheblichen Problemen. Insgesamt bewerten viele der Oberpfälzer Unternehmen die aktuelle Geschäftslage überwiegend schlecht.

Fachkräftemangel und drohender Stellenabbau

Besonders auffällig ist ein Widerspruch, den die Branche beschäftigt: Während der Verband davon ausgeht, dass bis zu 2.500 Arbeitsplätze in der Region abgebaut werden könnten, spitzt sich gleichzeitig der Fachkräftemangel weiter zu. Viele Unternehmen finden nicht genügend qualifiziertes Personal, um ihre offenen Stellen zu besetzen.

Alexandra Bornemann, Vorstandsvorsitzende von bayme vbm in Regensburg, hebt hervor:
„Mit knapp 100.000 Beschäftigten bleibt die Metall- und Elektroindustrie ein bedeutender Arbeitgeber in der Region, doch der zunehmende Mangel an Fachkräften ist eine ernste Herausforderung.“

Internationale Konkurrenz verschärft den Druck

Ein weiteres Problem für die Betriebe ist der zunehmende Wettbewerb mit Ländern wie Indien oder Mexiko. Dort finden Unternehmen nicht nur bessere Produktionsbedingungen, sondern auch ein größeres Angebot an Fachkräften. Einige Betriebe in der Oberpfalz ziehen daher in Betracht, ihre Produktion ins Ausland zu verlagern.

Hoffnung auf politische Unterstützung

Die Branche setzt ihre Hoffnungen auf die Bundestagswahl im Februar 2025, in der sie klare Signale und Unterstützung von der Politik erwartet. Insbesondere Maßnahmen zur Fachkräftesicherung und zur Verbesserung der Standortbedingungen in Deutschland sind dringend nötig, um die Region langfristig wettbewerbsfähig zu halten.

Die Ergebnisse der Winter-Umfrage machen deutlich: Die Metall- und Elektroindustrie der Oberpfalz steht vor einem schwierigen Jahr, in dem Licht und Schatten eng beieinanderliegen.

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