Im Werk von MAHLE in Neustadt an der Donau spitzt sich der Konflikt um die geplante Schließung zu. Rund 400 Arbeitsplätze stehen auf dem Spiel. Nach mehreren Warnstreiks stimmen die Beschäftigten jetzt darüber ab, ob es zu einem unbefristeten Streik kommen soll. Damit würde die Belegschaft ihr letztes Druckmittel im Kampf um den Standort einsetzen.
Die IG Metall zeigt sich nach der Ankündigung des Unternehmens weiter unzufrieden. Vergangene Woche hatte MAHLE bekannt gegeben, den Standort Neustadt an der Donau schließen zu wollen. Die Produktion soll langfristig in die Slowakei verlagert werden.
Für die Gewerkschaft ist diese Entscheidung nicht nachvollziehbar. Nach Angaben von Rico Irmischer, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Regensburg, stehe das Werk wirtschaftlich gut da. Deshalb hält die Gewerkschaft an ihren Forderungen nach einer Zukunftsperspektive für den Standort fest.
Mit der aktuellen Abstimmung soll der Druck auf das Unternehmen weiter erhöht werden. Der Betrieb im Werk läuft allerdings zunächst normal weiter.
Für einen unbefristeten Streik müssen mindestens 75 Prozent der Beschäftigten zustimmen. Erst dann könnte die IG Metall offiziell zum Streik aufrufen.
Unter den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern herrschen unterschiedliche Gefühle. Viele machen sich Sorgen um ihre berufliche Zukunft, gleichzeitig ist aber auch großer Kampfgeist spürbar.
Die nächste Verhandlung zwischen MAHLE und dem Unternehmen ist für Freitag angesetzt.