Mo., 01.06.2026 , 15:32 Uhr

Neustadt an der Donau: Gewerkschaft erzielt wichtige Einigung

Die angekündigte Schließung des Mahle-Standorts in Neustadt an der Donau sorgt weiter für politische Diskussionen. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger sieht in der Verlagerung von Arbeitsplätzen ins Ausland ein Zeichen für die nachlassende Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands. Gleichzeitig gibt es für die Beschäftigten vor Ort nun eine wichtige Einigung zur sozialen Absicherung.

Aiwanger übt Kritik an der Bundespolitik

Für Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger ist die geplante Schließung des Mahle-Werks in Neustadt an der Donau Anlass für deutliche Kritik an der Politik in Berlin. Die Verlagerung von Arbeitsplätzen ins Ausland sei ein Offenbarungseid für die Bundespolitik der vergangenen Jahrzehnte.

Nach Ansicht Aiwangers würden die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland nicht mehr stimmen. Dadurch verliere der Standort Deutschland zunehmend an Wettbewerbsfähigkeit.

Einigung zwischen IG Metall und Mahle

Unterdessen gibt es für die Beschäftigten des Autozulieferers Mahle neue Entwicklungen. Nach Angaben der IG Metall wurde eine tarifliche Lösung für den Standort Neustadt an der Donau erzielt.

Das Werk soll nach derzeitigen Planungen im ersten Halbjahr 2027 geschlossen werden. Trotz des bevorstehenden Aus sieht die Gewerkschaft in der Einigung eine wichtige soziale Absicherung für die betroffenen Mitarbeiter.

Abfindungen, Härtefall-Fonds und Transfergesellschaft

Die vereinbarte Lösung sieht vor, dass die Höhe der Abfindungen von Alter und Dauer der Betriebszugehörigkeit abhängt. Zusätzlich soll ein Härtefall-Fonds eingerichtet werden.

Außerdem ist die Einrichtung einer Transfergesellschaft vorgesehen. Diese soll die Beschäftigten beim Übergang in neue Arbeitsverhältnisse unterstützen und die Folgen der Werksschließung abfedern.

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