Die Stadt Nabburg in der Oberpfalz war Mitte April Gastgeber für die Bilanzpressekonferenz der 20 oberpfälzischen Volks- und Raiffeisenbanken. Bezirkspräsident Bernhard Werner präsentierte dabei solide Geschäftszahlen und blickte vorsichtig optimistisch in die Zukunft.
Die Bilanzsumme der oberpfälzischen VR-Banken ist auf 19 Milliarden Euro gestiegen. Auch wenn sich das Firmenkundengeschäft zuletzt nur mit niedrigen Wachstumsraten entwickelt hat, bleibt die Botschaft klar: Solide aufgestellte Unternehmen sollen auch im Jahr 2026 weiterhin Kredite erhalten.
Werner fordert in diesem Zusammenhang von der Politik verlässliche Rahmenbedingungen. Unternehmen bräuchten Planungssicherheit – auch mit Blick auf die Aufnahme von Krediten.
Nicht nur Firmen, auch Privatkunden greifen wieder häufiger zu Krediten. In der Oberpfalz wird wieder mehr gebaut. Wer sich ein eigenes Haus nicht leisten kann oder möchte, weicht zunehmend auf eine Eigentumswohnung aus.
Gleichzeitig investieren viele Kunden ihr Geld verstärkt in Wertpapierdepots. Die Kundeneinlagen sind ebenfalls gestiegen und liegen nun bei 14,6 Milliarden Euro.
Ein weiteres Zukunftsthema ist der neue europäische Bezahldienst Wero. Die VR-Banken wollen diesen Dienst aktiv vorantreiben. Er gilt als Alternative zu bestehenden internationalen Bezahldiensten.
Ein entscheidender Vorteil: Die Daten werden in Europa gespeichert. Damit rückt das Thema Sicherheit beim Bezahlen stärker in den Fokus – nicht nur in der Oberpfalz, sondern europa- und weltweit.