Di., 21.04.2026 , 14:12 Uhr

München: KI zum Anfassen – Medienbranche bekommt eigenes Reallabor

Künstliche Intelligenz, generative KI und sogar digitale Agenten, die Aufgaben von Ingenieuren übernehmen – diese Themen bestimmen seit Monaten die Schlagzeilen. Doch vieles bleibt abstrakt. In München soll ein neues KI-Reallabor solche Entwicklungen jetzt greifbar machen – speziell für Medienunternehmen.

Das neue KI-Reallabor wurde symbolisch mit einem analogen Knopf eröffnet. Ziel ist es, dass Medienhäuser KI-Anwendungen unter realen Bedingungen testen können. So sollen teure Fehlentscheidungen und Fehlinvestitionen vermieden werden.

Die Initiative hinter dem Projekt trägt den Namen „KI.M“ und wird von der Bayerischen Staatskanzlei gefördert.

KI-Anwendungen unter realen Bedingungen testen

Im Mittelpunkt des KI-Reallabors steht die praktische Erprobung. Medienunternehmen können neue Anwendungen ausprobieren, bevor sie diese in ihre eigenen Strukturen integrieren.

Damit reagiert das Projekt auf die rasante Entwicklung im Bereich Künstliche Intelligenz. Statt nur theoretischer Diskussionen sollen konkrete Lösungen entstehen, die sich im Arbeitsalltag bewähren.

Zwei Prototypen zeigen das Potenzial von KI

Zum Auftakt wurden am Freitag zwei Prototypen vorgestellt, die zeigen, was mit KI bereits möglich ist.

Ein Beispiel ist ein KI-Reiseberater, der auf Inhalte von Verlagen zugreift, die auf Wanderführer spezialisiert sind. Nutzer können so individuell passende Reise- und Wandervorschläge erhalten – basierend auf bestehenden redaktionellen Inhalten.

Ein weiterer Prototyp sind virtuelle Fokusgruppen. Diese simulieren bestimmte Zielgruppen und diskutieren Konzepte für TV-Sendungen. Medienunternehmen können so bereits vor einer Produktion Rückmeldungen zu Ideen und Formaten erhalten.

Open-Source-Ergebnisse für die gesamte Medienbranche

Die im KI-Reallabor entwickelten Lösungen sollen Open Source sein. Das bedeutet: Die Ergebnisse stehen der gesamten Medienbranche zur Verfügung.

Mit dem KI-Reallabor in München entsteht damit eine Plattform, die Künstliche Intelligenz für Medienunternehmen praktisch nutzbar machen soll – von der Ideenentwicklung bis zur konkreten Anwendung im redaktionellen Alltag.

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