Proteinshakes, Kapseln oder Pulver – Nahrungsergänzungsmittel werden vor allem in den sozialen Medien intensiv beworben. Besonders Jugendliche sowie junge Sportlerinnen und Sportler gehören zur Zielgruppe. Doch wie sinnvoll sind die Produkte tatsächlich? Und wo verläuft die Grenze zwischen sinnvoller Unterstützung und einer möglichen Dopingfalle im Breitensport?
Mit diesen Fragen beschäftigten sich die elften Klassen des Gymnasiums Lappersdorf. Das P-Seminar Sport „Gemeinsam gelingt mehr“ organisierte dazu eine Podiumsdiskussion unter dem Titel „Pillen, Pulver, Performance – wie sicher ist der Breitensport?“
Zu den Gästen gehörte unter anderem der ehemalige Regensburger Marathonprofi und Olympiateilnehmer Philipp Pflieger. Gemeinsam mit weiteren Experten diskutierte er über Chancen und Risiken von Nahrungsergänzungsmitteln sowie deren Bedeutung für den Breitensport.
Gerade Jugendliche seien häufig anfällig für Werbeversprechen und Trends aus den sozialen Medien. Deshalb stand bei der Veranstaltung vor allem die Aufklärung im Mittelpunkt.
Philipp Pflieger, der sich während seiner Karriere intensiv mit Ernährung, Training und Gesundheit beschäftigt hat, riet den Schülerinnen und Schülern deutlich davon ab, Nahrungsergänzungsmittel unüberlegt einzunehmen. Vor der Verwendung solcher Produkte sollte immer zunächst eine ärztliche Beratung erfolgen.
Auch Sportmediziner Marco Hartl empfiehlt unabhängig vom Alter, zunächst den Rat einer Ärztin oder eines Arztes einzuholen. Extremsportlerin Holly Zimmermann sprach sich ebenfalls für einen vorsichtigen Umgang mit Nahrungsergänzungsmitteln aus und warnte die Jugendlichen davor, sich von Versprechen in den sozialen Medien beeinflussen zu lassen.