Ein Projekt, das im Landkreis Kelheim seit Jahren für Diskussionen sorgt, steht erneut im Fokus: der geplante Logistikpark Stocka bei Rohr in Niederbayern. Nun fordert der Landkreis eine umfassende Überprüfung des Vorhabens.
Der Kreisausschuss des Landkreises Kelheim hat auf Antrag von Peter-Michael Schmalz beschlossen, die Regierung von Niederbayern zu einer sogenannten Raumverträglichkeitsprüfung aufzufordern. Der Beschluss fiel mit 9:3 Stimmen.
Mit einer solchen Prüfung soll geklärt werden, welche Auswirkungen das Projekt auf die regionale Entwicklung und Raumordnung hat.
Bereits im Jahr 2024 hatte die Regierung von Niederbayern ein entsprechendes Verfahren abgelehnt. Die Begründung: Eine überörtliche Bedeutung des Projekts sei nicht gegeben. Diese Einschätzung wird auch vom Bayerischen Wirtschaftsministerium in einem Schreiben bestätigt.
Nach Angaben von Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger ist das Verfahren inzwischen weit fortgeschritten. In diesem Zusammenhang werde die Regierung von Niederbayern das Projekt erneut unter raumordnerischen Gesichtspunkten prüfen.
Der geplante Logistikpark Stocka bei Rohr in Niederbayern bleibt damit weiterhin ein zentrales Thema im Landkreis Kelheim.