Mal kurz etwas googeln oder schnell eine Nachricht schicken – Dinge, die für uns selbstverständlich sind und fast automatisch passieren. Vorausgesetzt, es gibt Netz. Vor allem in ländlichen Regionen war das lange keine Selbstverständlichkeit. Das Problem: die sogenannten weißen oder grauen Flecken.
Zweitausend dreihundert Kilometer – so lang sind die Kabel, die in den vergangenen Jahren im Landkreis Cham verlegt worden sind. Ziel war es, die weißen Flecken zu beseitigen, also Gebiete mit langsamer oder fehlender Breitbandversorgung.
Seit 2019 hat der Landkreis Cham den Glasfaserausbau eigenständig vorangetrieben. Mittlerweile zählt die Region damit zu den führenden in ganz Deutschland und gilt als Vorbild für andere ländliche Gebiete.
Mehr als 50 Prozent der angeschlossenen Haushalte nutzen ihren Glasfaseranschluss aktiv. Das unterstreicht den Erfolg des Projekts und zeigt, wie groß der Bedarf an schnellem Internet tatsächlich ist.
Nach nur fünfeinhalb Jahren sind alle weißen Flecken im Landkreis Cham erschlossen. Damit ist ein wichtiger Schritt in Richtung flächendeckender Digitalisierung gelungen – auch dank der Unterstützung durch den Freistaat Bayern.
Das nächste Ziel ist bereits klar definiert: Bis 2029 sollen alle Gebäude im Landkreis Cham über einen Glasfaseranschluss verfügen.