94 Einsätze der Freiwilligen Feuerwehren hat es in diesem Jahr allein im Landkreis Cham im Zusammenhang mit Waldbränden bereits gegeben. Hitze, Trockenheit und Dürre erhöhen die Gefahr. Eine neu entwickelte Drohne mit KI- und Sensorentechnologie soll Waldbrände künftig schneller erkennen und damit den Feuerwehren wertvolle Zeit verschaffen.
1.500 Quadratmeter Wald bei Neubäu am See abgebrannt
Wie schnell sich die Trockenheit bemerkbar machen kann, zeigte sich erst am vergangenen Sonntag bei Neubäu am See. Dort brannten rund 1.500 Quadratmeter Waldfläche ab. Gerade bei Hitze und anhaltender Trockenheit sind solche Brände in der Region keine Seltenheit.
Waldbrände vollständig zu verhindern, ist kaum möglich. Umso wichtiger ist es, ein Feuer möglichst früh zu entdecken und die Einsatzkräfte schnell zu alarmieren.
KI-Drohne soll Waldbrände frühzeitig erkennen
Dabei soll künftig moderne Technik helfen. Im Rahmen eines europaweiten Interreg-Projekts wurde eine Drohne entwickelt, die mit künstlicher Intelligenz und Sensorentechnologie ausgestattet ist. Ziel ist es, die Früherkennung von Waldbränden zu verbessern.
Rund zwei Jahre lang arbeiteten sieben Kooperationspartner an der Entwicklung der Drohne. Zum Einsatz kommen soll die Technik zunächst im Bayerischen Wald sowie im tschechischen Nationalpark Šumava.
Feuerwehren sollen schneller reagieren können
Das Projekt soll vor allem die Reaktionszeit bei Waldbränden verkürzen und den Feuerwehren eine bessere Grundlage für ihre Einsätze liefern. Denn auch wenn Waldbrände künftig wohl nicht weniger werden, sollen ihre Auswirkungen durch eine möglichst frühe Erkennung begrenzt werden.
Die jüngsten Brände zeigen, wie wichtig das Thema in der Region ist. Gleichzeitig können sich betroffene Waldflächen wieder erholen: Wo heute noch Asche liegt, kann künftig wieder Neues wachsen.