Der Landkreis Kelheim und der Caritasverband für die Diözese Regensburg wollen ihre seit 2022 bestehende strategische Partnerschaft am Caritas-Krankenhaus St. Lukas im gegenseitigen Einvernehmen beenden. Die zuständigen Gremien sollen sich nun mit dem Vorschlag befassen.
Nach Angaben beider Partner konnte das Krankenhaus St. Lukas in den vergangenen Jahren trotz schwieriger Bedingungen wirtschaftlich stabilisiert werden. Aufgrund der veränderten politischen Rahmenbedingungen im Krankenhauswesen sei es jedoch nicht möglich, diese Entwicklung langfristig sicherzustellen.
Die Entscheidung ist das Ergebnis eines gemeinsamen Austauschs zwischen Vertretern des Landkreises Kelheim und des Caritasverbands, der in dieser Woche stattgefunden hat.
Landrat Christian Nerb betont, dass die medizinische Versorgung im Landkreis weiterhin oberste Priorität habe. „Die Sicherung des Krankenhauses in Kelheim als Grund- und Regelversorger ist für mich oberstes Gebot, um unseren Bürgerinnen und Bürgern weiterhin eine verlässliche Gesundheitsversorgung anbieten zu können. Der Leistungsumfang der Klinik wird durch die vorgesehene Veränderung vollumfänglich im bisherigen Umfang erhalten, die Arbeitsplätze der Mitarbeiter bleiben weiterhin gesichert.“
Auch Diözesan-Caritasdirektor Michael Weißmann verweist auf die gemeinsamen Ziele der vergangenen Jahre. „Es war uns immer wichtig, der Bevölkerung die bestmögliche Versorgung zu bieten und den Mitarbeitenden einen sicheren Arbeitsplatz. Gemeinsam mit dem Landkreis sind wir aufgrund veränderter politischer Rahmenbedingungen zu dem Schluss gekommen, den Vertrag im gemeinsamen Einverständnis zu lösen.“
Die zuständigen Gremien werden sich zeitnah mit dem weiteren Vorgehen befassen. Der Kreistag des Landkreises Kelheim soll in seiner Sitzung am 27. Juli über den Fortgang der strategischen Partnerschaft und die nächsten Schritte entscheiden.