Di., 28.07.2026 , 14:59 Uhr

Kelheim: Landkreis übernimmt Krankenhaus wieder selbst

Der Landkreis Kelheim übernimmt das Kelheimer Krankenhaus wieder selbst. Der Kreistag hat am Montag einstimmig beschlossen, die strategische Partnerschaft mit dem Caritasverband nach vier Jahren zu beenden. Für die Patienten soll sich dadurch nichts verschlechtern – im Gegenteil: Der Leistungsumfang der Klinik bleibt vollständig erhalten und die Weichen sollen für eine stabile Zukunft gestellt werden.

Einstimmige Entscheidung im Kreistag

Die Zusammenarbeit zwischen dem Landkreis Kelheim und dem Caritasverband hatte 2022 begonnen. Nun endet die Kooperation wieder. Die Rückübernahme verursacht für den Landkreis nur geringe Kosten. Das Krankenhaus war damals symbolisch für einen Euro an den Caritasverband verkauft worden. Das laufende Defizit hatte der Landkreis ohnehin bereits übernommen. Für die Anpassung des Notarvertrags fallen nun Kosten von rund 10.000 Euro an.

Krankenhaus erhält alten Namen zurück

Mit der Rückübernahme soll auch ein neuer Gesellschaftsvertrag beschlossen werden. Künftig trägt die Klinik wieder den Namen Kreiskrankenhaus Kelheim. Bereits vor der Umbenennung zur Goldberg-Klinik hatte das Krankenhaus diesen Namen.

Leistungsangebot bleibt erhalten

Nach Angaben der Geschäftsführung bleibt das gesamte Leistungsangebot bestehen. Positiv entwickelt habe sich unter anderem der Herzkatheter, der inzwischen rund um die Uhr verfügbar ist und seine Kapazitäten um 50 Prozent steigern konnte. Auch die Geburtshilfe verzeichnet steigende Patientenzahlen – unter anderem seit der Schließung des Geburtshauses in Kösching.

Auch Mainburg bleibt Thema

Mit der neuen Struktur soll das Kelheimer Krankenhaus langfristig gestärkt werden. Wie es mit dem Krankenhaus in Mainburg weitergeht, ist dagegen noch offen. Dort laufen derzeit Gespräche. Im Herbst soll feststehen, wie die Zukunft des Standorts aussieht. Die Gesundheitsversorgung im Landkreis Kelheim bleibt damit weiterhin eines der zentralen Themen der Kommunalpolitik.

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