Die Staatsstraße 2233 zwischen Kelheim und Ihrlerstein ist auch als „Rennstrecke“ bekannt. Enge Kurven, hohes Tempo und zahlreiche schwere Unfälle machten den Abschnitt immer wieder zu einem Gefahrenschwerpunkt. Nun steht der zweite große Ausbauabschnitt kurz vor dem Abschluss. Ende Juni soll die Strecke wieder vollständig für den Verkehr freigegeben werden – deutlich sicherer und übersichtlicher als zuvor.
Wo früher scharfe Kurven und riskante Überholmanöver für gefährliche Situationen sorgten, laufen aktuell die letzten Bauarbeiten. Besonders aufwendig war die Entschärfung einer extremen Kurve: Dafür wurde sogar ein ganzer Berghang abgetragen, um die Straße zu begradigen.
Rund 51.000 Kubikmeter Erde und Gestein mussten bewegt werden, um die neue, weniger kurvenreiche Trasse zu ermöglichen.
Zusätzlich entsteht ein Kreisverkehr, der das Tempo automatisch reduzieren und die Unfallgefahr deutlich senken soll.
Der Spitzname kommt nicht von ungefähr: Bis 1982 wurden auf der Strecke tatsächlich Autorennen veranstaltet. Die topografischen Bedingungen machten die Verbindung zwischen Kelheim und Ihrlerstein dafür besonders attraktiv.
Auch später nutzten viele Verkehrsteilnehmer die kurvenreiche Strecke für hohe Geschwindigkeiten. Doch die Folgen waren immer wieder schwere Unfälle. Heute steht deshalb nicht mehr das Tempo, sondern die Sicherheit im Mittelpunkt der Planungen.
Wenn alles nach Plan verläuft, wird die Staatsstraße 2233 Ende Juni wieder komplett freigegeben. Mit dem Abschluss eines der bekanntesten Straßenbauprojekte der Region soll aus der ehemaligen Rennstrecke ein deutlich sichererer Verkehrsweg werden.