Der Weg auf den Dachboden zum Telefonieren gehörte in Irnsing und Arresting lange zum Alltag. Wegen schlechter Mobilfunkversorgung mussten viele Bewohner nach einem geeigneten Platz mit Empfang suchen. Damit ist nun Schluss: Ein neuer Mobilfunkmast schließt die Lücke im rund 600 Einwohner großen Dorf bei Neustadt an der Donau.
Alle drei großen Netzbetreiber nutzen den neuen Standort. Für die Bürger bedeutet das künftig deutlich besseren Empfang – egal ob beim Telefonieren oder beim Versenden von Nachrichten.
Mehrere Jahre beschäftigte sich die Stadt mit der unzureichenden Mobilfunkversorgung. Grund für das Funkloch war vor allem die hügelige Lage des Ortes am Hang. Das Gelände erschwerte bislang eine stabile Netzabdeckung.
Mit dem neuen Mast wird diese Lücke nun geschlossen. Auch wenn ein Festnetzanschluss für viele weiterhin als zusätzlicher Rettungsanker gilt, ist mobiles Telefonieren jetzt im gesamten Ort problemlos möglich.
Das Projekt hat ein Gesamtvolumen von knapp 600.000 Euro. Etwa ein Fünftel der Kosten übernimmt die Stadt selbst. Der Großteil der Finanzierung erfolgt über das bayerische Mobilfunk-Zentrum.
Trotz immer wiederkehrender Diskussionen über mögliche Gesundheitsrisiken gehört Mobilfunk heute zum Alltag, betont Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger im Zusammenhang mit dem Ausbau.
Deutschlandweit sind die meisten Haushalte inzwischen mit 5G versorgt. Dennoch bestehen regional weiterhin Lücken – vor allem in kleineren Ortschaften oder geografisch schwierigen Lagen.
Für die Menschen in Irnsing und Arresting heißt es nun: Empfang statt Funkloch. Mit dem neuen Mobilfunkmast ist Irnsing jetzt vollständig angeschlossen.