Hier fühlt sich jemand sichtlich wohl: Schottische Hochlandrinder grasen seit dieser Woche im Heiligenstädter Moos zwischen Neustadt an der Donau und Bad Gögging. Das besondere Beweidungsprojekt soll den Moor- und Klimaschutz fördern und gleichzeitig die Artenvielfalt erhalten.
Das Heiligenstädter Moos zählt zu den wenigen Niedermoorgebieten im gesamten Landkreis Kelheim. Moore spielen eine wichtige Rolle für den Klimaschutz, da sie große Mengen Kohlenstoff speichern und gleichzeitig wertvolle Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten bieten.
Die schottischen Hochlandrinder übernehmen dabei eine wichtige Aufgabe. Durch das Abfressen der Gräser wird das Wurzelwachstum der Pflanzen angeregt. Die Tiere beweiden eine rund fünf Hektar große Fläche. Noch vor wenigen Wochen wäre ihr Einsatz dort aufgrund der Gegebenheiten vor Ort nicht möglich gewesen.
Das Projekt soll zeigen, wie sich Biber-Aktivitäten, Arten- und Biotopschutz sowie Moor- und Klimaschutz miteinander vereinbaren lassen. Damit das Vorhaben umgesetzt werden konnte, arbeiteten die Stadt, verschiedene Fachbehörden, der Landschaftspflegeverband VöF und die Landwirte eng zusammen.
Begleitend entsteht ein Besucherkonzept, das insbesondere Kinder und Familien über den Moorschutz und die Geschichte des Heiligenstädter Mooses informieren soll. Wie gut die Hochlandrinder die Weide annehmen und wie sich der Pflanzenbestand durch die Beweidung entwickelt, wird sich allerdings erst in den kommenden Monaten zeigen.