Wenn sich das Jahr dem Ende zuneigt und die Tage langsam wieder länger werden, beginnt für viele Menschen in Chamerau eine besondere Zeit: die Rauhnächte. Rund um den Jahreswechsel gibt es zahlreiche alte Regeln und Rituale, die beim Übergang vom alten ins neue Jahr helfen sollen. Dazu gehört zum Beispiel, keine Wäsche zu waschen, damit sich keine Geister darin verfangen, oder sich keine Haare zu schneiden, um Kopfschmerzen zu vermeiden.
Die Rauhnächte dauern elf Tage und zwölf Nächte und sind damit länger als der Zeitraum im Mondkalender. Sie gelten als die mystischste und geheimnisvollste Zeit des ganzen Jahres und spielen auch in Chamerau für viele Menschen eine wichtige Rolle.
Auch heute wird während der Rauhnächte noch viel geräuchert. Dabei geht es nicht darum, sich körperlich gesund zu halten, sondern vor allem um mentale Aspekte. Das Räuchern soll helfen, Platz für Neues zu schaffen und sich bewusst vom alten Jahr zu lösen.
Für viele stehen in den Rauhnächten Ruhe und Rückzug an erster Stelle. Wichtig dabei ist der Gedanke, dass jede Nacht für einen Monat im kommenden Jahr steht. Diese Zeit wird genutzt, um innezuhalten und sich auf das neue Jahr vorzubereiten.
Mehr zu den Rauhnächten sehen Sie heute in Mein Landkreis Cham.