Innerhalb weniger Tage starben im vergangenen Jahr drei Menschen im Landkreis Cham nach dem Konsum von Heroin. Nun muss sich ein Mann vor dem Landgericht Regensburg verantworten. Ihm werden Drogenhandel und fahrlässige Tötung vorgeworfen.
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft soll der Angeklagte unverschnittenes Heroin an zwei Männer und eine Frau verkauft haben. Die drei sollen die Droge konsumiert haben und anschließend jeweils an einer Überdosis gestorben sein.
Laut Anklage hatten die Käufer nur wenig Erfahrung mit Drogen. Ihnen sei die besondere Gefahr von unverschnittenem Heroin nicht bewusst gewesen.
Vor dem Landgericht Regensburg sind insgesamt sieben Verhandlungstermine angesetzt. Dort soll nun geklärt werden, ob der Angeklagte strafrechtlich für den Tod der drei Menschen verantwortlich ist.
Für den Angeklagten gilt bis zu einem rechtskräftigen Urteil die Unschuldsvermutung.