Mit Schultüte und Schulranzen hat für viele Kinder in Ostbayern der Ernst des Lebens begonnen. Mehr als 3200 Schulanfänger starten in Stadt und Landkreis Regensburg, rund 1300 im Landkreis Kelheim und etwa 1200 im Landkreis Cham. Mit dem ersten Schultag rückt auch die Sicherheit auf dem Schulweg wieder in den Mittelpunkt.
Viel Verkehr auf dem Chamer Schulberg
Am Dienstagmorgen um 7.30 Uhr herrscht nach sechs Wochen Sommerferien wieder reger Betrieb auf dem Chamer Schulberg. Autos, Fahrräder und Fußgänger treffen hier auf zahlreiche Schülerinnen und Schüler, die auf dem Weg zum Unterricht sind.
Damit alle möglichst sicher ankommen, sind Schülerlotsen und Schulweghelfer im Einsatz. Sie regeln den Verkehr und helfen den Kindern und Jugendlichen dabei, sicher über die Straße zu kommen.
124 Schülerlotsen engagieren sich in Cham
Insgesamt 124 Schülerlotsen engagieren sich im Stadtgebiet Cham. Unterstützt werden sie von erwachsenen Schulweghelfern. Am ersten Schultag bekam das Team zusätzliche Unterstützung: Landrat Christian Schindler zog sich eine neongelbe Warnweste an und nahm selbst die Verkehrskelle in die Hand.
Gerade zum Schulstart ist die Arbeit der Helfer besonders wichtig. Viele Kinder müssen sich erst wieder an ihren täglichen Schulweg gewöhnen – für die Erstklässler ist die Strecke zur Schule sogar noch völlig neu.
Elterntaxis verschärfen die Verkehrssituation
Ein Teil des hohen Verkehrsaufkommens auf dem Chamer Schulberg entsteht durch Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto bis zur Schule bringen. Genau bei diesen sogenannten Elterntaxis setzt die Aktion „Ich schaffe das alleine“ an.
Sie soll darauf aufmerksam machen, dass Kinder ihren Schulweg zunehmend selbstständig bewältigen können. Damit lernen die Schulanfänger und älteren Schülerinnen und Schüler Selbstständigkeit nicht nur im Unterricht, sondern auch auf ihrem täglichen Weg zur Schule.