Nach dem Brandanschlag am Pfaffensteiner Wehr bleiben die Sportbootschleuse, die Bootsrutsche sowie der Geh- und Radweg im Bereich der Brückenunterführung bis auf Weiteres gesperrt. Das teilte das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Donau MDK mit.
Nach Angaben der Ermittlungsbehörden wurden am frühen Morgen des 8. Juni 2026 mehrere Kabel am Brückenbauwerk vorsätzlich in Brand gesetzt. Die Ermittlungen führt das Bayerische Landeskriminalamt gemeinsam mit der Generalstaatsanwaltschaft München. Hinweise aus der Bevölkerung nehmen die Ermittler weiterhin unter der Telefonnummer 089/1212-0 entgegen.
Durch das Feuer wurden Energie- und Datenleitungen nahezu vollständig zerstört. Außerdem entstanden erhebliche Schäden an Kabeltrassen und Entwässerungseinrichtungen. Betroffen sind wichtige technische Anlagen für den Betrieb der Sportbootschleuse, der Bootsrutsche sowie eines Pegels an der Staustufe Regensburg.
Vor allem in den Sommermonaten werden die Anlagen am Pfaffensteiner Wehr von zahlreichen Freizeitschiffern, Paddlern und Wassersportvereinen genutzt. Auch der gesperrte Geh- und Radweg ist eine wichtige Verbindung für Fußgänger und Radfahrer.
„Wir setzen derzeit alle verfügbaren personellen und technischen Ressourcen ein, um die beschädigten Anlagen schnellstmöglich instand zu setzen und wieder für die Öffentlichkeit freizugeben. Wir arbeiten mit Hochdruck daran, die Einschränkungen für die Bürgerinnen und Bürger sowie für die Freizeitschifffahrt so kurz wie möglich zu halten.“, erklärt Sachbearbeiter Hannes Hagn.
Der entstandene Sachschaden wird derzeit auf rund 240.000 Euro geschätzt. Die Reparatur der beschädigten Infrastruktur ist technisch aufwendig und mit hohen Kosten verbunden.
Nach aktuellem Stand wird die Instandsetzung voraussichtlich vier bis sechs Wochen dauern. Während dieser Zeit bleiben die Sportbootschleuse, die Bootsrutsche und der Geh- und Radweg in beide Richtungen gesperrt.
Der Geh- und Radweg entlang des Donauufers kann über einen etwa 70 Meter langen Umweg genutzt werden. Die Umleitung ist vor Ort ausgeschildert.
Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Donau MDK will über den Fortschritt der Arbeiten und die Wiederinbetriebnahme der Anlagen rechtzeitig informieren.