Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger ist tot. Er wurde am Mittwochabend in einem Berliner Hotel tot aufgefunden. Er wurde 55 Jahre alt.
Noch am Nachmittag hatte Hubert Aiwanger seinen Parteikollegen, Bayerns Digitalminister Fabian Mehring, gebeten, bei einem Termin krankheitsbedingt für ihn einzuspringen. Noch vor wenigen Stunden wären für den Wirtschaftsminister Termine und politische Aufgaben angestanden. Was danach passiert ist, ist für alle ein Schock und noch immer unbegreiflich.
Das Leben von Hubert Aiwanger begann am 26. Januar 1971 auf einem Bauernhof in Ergoldsbach. Es führte ihn von der Landwirtschaft bis an die Spitze der bayerischen Staatsregierung. 2006 übernahm er den Landesvorsitz der Freien Wähler. Zwei Jahre später zog er in den bayerischen Landtag ein. Seit 2018 war er Wirtschaftsminister, stellvertretender bayerischer Ministerpräsident und Mitglied des Bundesrates.
Hubert Aiwanger hat über viele Jahre die bayerische Politik und auch die Bundespolitik geprägt. Er sprach aus, was er dachte. Mit seinen Aussagen „in unvergleichlichem Dialekt“ polarisierte er auch, und mit seinen klaren Worten eckte er ab und zu an. Für viele Menschen war er ein vertrautes Gesicht, besonders in seiner niederbayerischen Heimat Rahstorf bei Rottenburg an der Laaber.
Hubert Aiwanger hatte auch ein Leben abseits der Politik. Zu seiner Familie gehören seine Lebensgefährtin, Landrätin Tanja Schweiger, und seine beiden Söhne. Sein Leben ist völlig unerwartet zu Ende gegangen. Zurück bleiben viele Erinnerungen, politische Weggefährten und Menschen, die ihn geschätzt haben.
Auch das Team von TVA hat Hubert Aiwanger auf unzähligen Terminen begleitet und interviewt und ihn dabei menschlich zu schätzen gelernt.