Der Trinkwasserverbrauch in Bayern ist zuletzt gestiegen. Gleichzeitig bildet sich in Teilen der Region Ostbayern immer weniger neues Grundwasser. Damit die Trinkwasserversorgung auch in Zukunft gesichert bleibt, ist in Beratzhausen ein neues Projekt zum Schutz von Grund- und Trinkwasser vorgestellt worden.
Das Projekt setzt auf den Ausbau der Bio-Landwirtschaft, um das Grundwasser besser zu schützen. Ziel ist es, gemeinsam mit Landwirten die natürlichen Wasserressourcen zu erhalten und die Trinkwasserversorgung langfristig zu sichern.
Nach Angaben von Trinkwasserschutz Oberpfälzer Jura gibt es in der Oberpfalz derzeit rund 20 Prozent weniger Grundwasserneubildung. Mehr Humus in den Böden soll helfen, Regenwasser besser zu speichern und so die Wasserhaltefähigkeit zu verbessern. Bei dem Projekt geht es aber auch um die Wasserqualität – denn die soll dann besser sein, wenn Bio-Landwirte im Vergleich zu anderen Landwirten weniger schädliche Mittel einsetzen.
Im Rahmen des Projekts haben die Ökomodellregionen Stadt und Landkreis Regensburg, Amberg-Sulzbach und Stadt Amberg, Landkreis Kelheim sowie Neumarkt in der Oberpfalz Förderbescheide erhalten.
Das Amt für Ländliche Entwicklung Oberpfalz unterstützt das Vorhaben mit rund 90.000 Euro und übernimmt damit die Hälfte der Projektkosten.
Mit dem Geld sollen Landwirte dabei unterstützt werden, ihre Betriebe auf Bio-Landwirtschaft umzustellen. Gleichzeitig sind Informationskampagnen geplant, um die Bedeutung des Grundwasser- und Trinkwasserschutzes stärker in das Bewusstsein der Bevölkerung zu rücken.