Innovative Technik für Bayerns Energienetz
Damit Elektroautos, Photovoltaikanlagen und Windräder zuverlässig mit Strom versorgt werden können, braucht es leistungsfähige Anschlüsse und ein stabiles Netz. In Bayern soll der Ausbau der erneuerbaren Energien in den kommenden Jahren massiv vorangetrieben werden. Bis 2030 sind rund 1000 neue Windräder geplant – und die gewonnene Energie muss auch transportiert werden können.
Um den steigenden Anforderungen gerecht zu werden, setzt das Bayernwerk auf innovative Lösungen. Ein Baustein sind regelbare Transformatoren, die von der Maschinenfabrik Reinhausen entwickelt werden. Die neueste Generation dieser Trafos kann sogar Wetterdaten auswerten und so vorhersagen, ob Solaranlagen viel oder wenig Strom liefern werden.
Klein, aber wirkungsvoll: sogenannte KI-Kugeln. Diese messen die Temperatur von Überlandleitungen und sorgen dafür, dass vorhandene Leitungen optimal ausgelastet werden. Dadurch kann das bestehende Netz effizienter genutzt werden – ein wichtiger Faktor für die Schnelligkeit beim Netzausbau.
Eine weitere Innovation sind Umspannwerke in Containern. Diese mobilen Anlagen können schnell installiert werden und sollen bald bayernweit zum Einsatz kommen.
Weil das Stromnetz künftig von zwei Seiten – durch Einspeisung und Verbrauch – stark belastet sein wird, setzt das Bayernwerk auch auf Früherkennungssysteme. Damit sollen Kabelschäden schon im Vorfeld erkannt werden. Moderne Messtechnik ermöglicht es, Leitungen über mehrere Kilometer zu prüfen und Störungen frühzeitig zu beheben.