Im Arracher Moor im Landkreis Cham wurde es in dieser Woche besonders geheimnisvoll. Das mehrere Tausend Jahre alte Hochmoor verwandelte sich in eine Kulisse voller Nebel, Spinnenweben und kleiner Gespenster – eine Mischung aus Naturerlebnis und herbstlicher Stimmung.
Zwischen fünf- und sechstausend Jahre ist das Moor in Arrach alt. Es zählt zu den letzten lebenden Hochmooren Nordbayerns und ist ein wertvoller Lebensraum für viele seltene Pflanzen und Tiere. Mit seinem weichen Boden, den dunklen Tümpeln und dem dichten Nebel wirkt es ohnehin schon mystisch – in dieser Woche aber noch etwas schauriger als sonst.
Wie Anette Lafaire von der Gebietsbetreuung im Naturpark Oberer Bayerischer Wald berichtet, wurde das Moor passend zur Jahreszeit geschmückt – mit kleinen Gespenstern, Spinnenweben und Fledermäusen. So entstand eine besondere Kombination aus Spaß, Grusel und Naturerlebnis.
Trotz der verspielten Dekoration stand eines im Mittelpunkt: die Natur selbst. Besucherinnen und Besucher erfuhren mehr über das empfindliche Ökosystem und die Entstehung des Torfs. „Und genau dieser Torf ist die Schicht, in der man eigentlich immer denkt, dass man versinken kann. Das stimmt aber gar nicht“, erklärte Anette Lafaire.
Damit zeigt das Arracher Moor, dass man Natur nicht nur erleben, sondern auch mit allen Sinnen spüren kann – gerade jetzt im Herbst, wenn Nebel und Kälte der Landschaft einen besonderen Zauber verleihen. Schaurig-schön wird’s auch später noch einmal in „Mein Landkreis Cham“.