Beim FC Altrandsberg drehte sich am Sonntag alles um Walking Football. Zu einem Aktionstag waren Vereine aus der Oberpfalz und Niederbayern eingeladen, die sich für die besondere Form des Fußballs interessieren. Nach einem gemeinsamen Spiel folgte ein Public Viewing des WM-Spiels zwischen Deutschland und Curaçao.
Fragen und Informationen zum Walking Football
Bevor die Teilnehmer selbst auf den Platz gingen, stand zunächst ein theoretischer Teil auf dem Programm. Dabei konnten Interessierte mehr über die Sportart erfahren und Fragen rund um die Regeln und den Ablauf des Walking Footballs stellen.
Noch ist Walking Football in der Region vergleichsweise wenig verbreitet. Doch die Sportart gewinnt zunehmend an Bekanntheit und stößt bei immer mehr Vereinen und ehemaligen Fußballern auf Interesse.
Technik statt Tempo
Der FC Altrandsberg ist derzeit der einzige Verein in der Oberpfalz und Niederbayern, der Walking Football anbietet. Das Besondere: Laufen ist nicht erlaubt. Gespielt wird ausschließlich im Schritttempo.
Dadurch eignet sich die Sportart besonders für ältere Menschen, die weiterhin Fußball spielen möchten, ohne ihren Körper übermäßig zu belasten. Statt Schnelligkeit stehen Ballkontrolle, Spielverständnis und Technik im Mittelpunkt.
Besondere Regeln auf dem Spielfeld
Auch die Regeln unterscheiden sich vom klassischen Fußball. Einen Torwart gibt es nicht. Vor jedem Tor befindet sich ein markierter Kreis, den kein Spieler betreten darf. Dadurch wird verhindert, dass es zu Handspielen kommt oder sich Spieler direkt vor dem Tor festsetzen.
Die besondere Spielweise macht Walking Football zu einer sportlichen Herausforderung. Wer erfolgreich sein möchte, muss präzise passen und sich geschickt positionieren.
22 Spieler aus der gesamten Region
Mittlerweile gehören 22 ehemalige Fußballerinnen und Fußballer zur Walking-Football-Gruppe des FC Altrandsberg. Die Teilnehmer kommen aus einem großen Einzugsgebiet, das von der Region München bis nach Weiden reicht.
Das Mindestalter liegt bei 55 Jahren. Mitspielen können sowohl Männer als auch Frauen.
Gemeinschaft steht im Mittelpunkt
Beim Walking Football geht es nicht um Höchstgeschwindigkeit oder körperliche Bestleistungen. Vielmehr stehen die Freude am Fußball, die Bewegung und das Gemeinschaftsgefühl im Vordergrund. Genau das macht die Sportart für viele Teilnehmer besonders attraktiv.