Beim Gillamoos in Abensberg, einem der größten politischen Stammtische in Bayern, trat in diesem Jahr ein prominenter Redner für die SPD auf: Andreas Bovenschulte, Bürgermeister von Bremen, war der Hauptredner im Härteis-Zelt – und sorgte für deutliche Aussagen zwischen Bier, Blasmusik und Wahlkampfparolen.
Nach der weiten Anreise aus dem Norden startete Bovenschulte seinen Besuch beim Gillamoos ganz traditionell mit einem Abstecher zum Herzerl-Stand, bevor es ins politische Zentrum des Volksfestes ging. Trotz kultureller Unterschiede fand sich der Bremer Bürgermeister schnell in der bayerischen Bierzeltatmosphäre zurecht und überzeugte das Publikum mit humorvoller Art und Entertainer-Qualitäten.
Inhaltlich wurde es bald ernst: Bovenschulte kritisierte die Steuerpolitik des Koalitionspartners im Bund scharf. Diese gehe „völlig an den Menschen vorbei“ – selbst an den eigenen Wählergruppen. Die SPD müsse sich deshalb als Schutzmacht des Sozialstaats verstehen und diesen mit allen Mitteln verteidigen.
Ein weiterer Schwerpunkt der Rede war das Thema Rente und soziale Gerechtigkeit. Auch hier forderte Bovenschulte ein klares Bekenntnis der SPD zur Verteidigung sozialer Standards. Zum Abschluss sprach sich der Redner aus dem Norden deutlich gegen die AfD aus und kritisierte alle, „die sich nicht klar genug von ihr distanzieren“. Das Publikum im Härteis-Zelt dankte es ihm mit viel Applaus.
Der Tenor unter den Genossinnen und Genossen war eindeutig: Es brauche eine starke SPD – in Bayern, im Norden und im gesamten Deutschland.