Einmal im Jahr ist es Pflicht: Bei der Hegeschau in Donaustauf müssen Jägerinnen und Jäger die Trophäen ihrer Jagd vorlegen. Hintergrund ist die gesetzlich vorgeschriebene Kontrolle des Abschussplans und die Analyse der Wildbestände.
In diesem Jahr stand neben den Trophäen vor allem ein prominenter Gast im Mittelpunkt: Hubert Aiwanger, Bayerischer Jagdminister.
Die Hegeschau dient dazu, die Einhaltung der vorgegebenen Abschusszahlen zu überprüfen. Gleichzeitig liefert sie wichtige Anhaltspunkte für die Entwicklung der Wildbestände in der Region.
Die Vorlage der Trophäen ist dabei gesetzlich vorgeschrieben und fester Bestandteil der jährlichen Kontrolle.
In seiner Rede vor Ort sprach Hubert Aiwanger vor allem über das neue Jagdgesetz. Ein zentrales Thema war die Aufnahme des Wolfes in das Gesetz.
In den Augen des Jagdministers ist das ein „wichtiger Schritt“. Die Neuregelung bildet nun die rechtliche Grundlage, um den Wolf in bestimmter Zahl zu jagen.
Organisationen wie der Bund Naturschutz kritisieren diesen Schritt deutlich. Aus ihrer Sicht ist die Aufnahme des Wolfes ins Jagdgesetz problematisch.
Die Jägerschaft hingegen vertritt eine andere Meinung: Für viele kommt die Entscheidung sogar viel zu spät.
Der Wolf breitet sich weiterhin in ganz Deutschland aus. In der Region rund um Donaustauf gibt es bislang allerdings noch vergleichsweise wenig Kontakt mit dem Rudeltier.
In anderen Teilen des Landes rückt der Wolf dagegen zunehmend ins Visier der Jäger.
Weitere rechtliche Schritte sollen am 21. April zwischen dem Bund und den Ländern besprochen werden.