Mi., 26.06.2019 , 13:06 Uhr

Medaillenregen für den Regensburger Ruder-Klub

Bei der Deutschen Jahrgangsmeisterschaft gewinnt der RRK drei Gold-, vier Silbermedaillen und zwei WM-Nominierungen.

Die Pressemitteilung des Regensburger Ruder-Klubs:

Bei der diesjährigen Deutschen Jahrgangsmeisterschaft, die von 20.6.-23.6. in Brandenburg an der Havel stattfand, gingen drei Sportler des Regensburger Ruder-Klubs von 1890 in mehreren Bootsklassen an den Start. Lisa Rak startete gemeinsam mit ihrer Partnerin Nora Simon (RV Nürnberg) im Dopppelzweier und Doppelvierer (Regensburg/Nürnberg/Ludwigshafen/Koblenz) der leichten A-Juniorinnen. In der U23-Klasse ruderte Sebastian Ritter im Vierer mit Steuermann und im Achter,  Mira Moch wollte sich im Zweier ohne, Vierer ohne und im Achter beweisen. Alle drei durften sich durch die bisherigen Saisonergebnisse zu Recht Hoffnungen auf Medaillen machen. In Brandenburg angekommen, galt es, sich schnell an die Regattastrecke zu gewöhnen, die für kräftigen Wind und welliges Wasser bekannt ist.

Am Donnerstag wurden die ersten Vorläufe gefahren, bei denen es das Ziel war, sich direkt für die Finals zu qualifizieren. Dies gelang allen dreien souverän und somit konnten sie schon eine erste Duftmarke setzen. Bereits am Samstag standen traditionell die Finals der U23-Sportler an. An diesem Tag hatten Mira und Sebastian nicht nur die Chance, zum deutschen Meistertitel zu rudern; von ihren Platzierungen hing auch die Nominierung zur U23-Weltmeisterschaft in Florida ab. Deshalb hieß es, ab dem ersten Startschlag alles zu investieren, um gegen die starke nationale Konkurrenz zu bestehen.

Zuerst ging Sebastian, der während der Winter- und Frühjahrssaison an der University of Washington in den USA studiert und rudert, im Vierer mit Steuermann an den Start. In einem spannenden Rennen lieferten sie sich einen Kampf mit dem stärksten deutschen Vierer vor dem Rest des Feldes. Am Ende fuhren sie als Zweite über die Ziellinie und sicherten sich die Silbermedaille. Damit stand fest, dass der Regensburger im Vierer mit Steuermann für die WM qualifiziert ist, da das siegende Boot für den Achter vorgesehen ist. Kurz darauf wurde es ernst für Mira, die ihre erste Chance auf eine Nominierung im Zweier ohne ergreifen wollte. Bei den zum Teil schweren Bedingungen konnten sie und ihre Partnerin durch ihre gute Rudertechnik überzeugen und holten sich am Ende die Goldmedaille. Somit war Mira gemeinsam mit ihrer Partnerin Charlotte von Bockelmann (Münchener RC) in dieser Saison im Zweier national ungeschlagen und sicherte sich ebenfalls die Nominierung. Wenig später ruderten die beiden im Vierer ohne Steuermann. Hier strebte die Crew rund um Mira ebenfalls einen Sieg an, um bei der WM tatsächlich im Vierer an den Start gehen zu dürfen. Dreiviertel der Strecke lag die Renngemeinschaft Regensburg/München/Siegburg/Ratzeburg auf dem zweiten Rang, bevor sie durch einen starken Endspurt an ihren Kontrahentinnen vorbeifuhr. Somit gab es das dritte Edelmetall im dritten Rennen für den RRK und eine Nominierung im Vierer ohne für Mira. Am Ende des ersten Finaltags griff sowohl Sebastian als auch Mira ein weiteres Mal nach den Medaillen; beide gewannen Silber im Achter.

Für Lisa Rak wurde es dann am Sonntag ernst, denn auch sie hatte große Ambitionen, Medaillen zu gewinnen. Im Zweier legten die Bayerinnen eine starke erste Streckenhälfte hin und führten lange Zeit das Feld an. Der favorisierte Zweier aus Koblenz und Ludwigshafen, der jede vorherige Regatta gewonnen hatte, musste ordentlich kämpfen, um sich vorbeizuschieben. Lisa und Nora zeigten ein sehr starkes Rennen und ließen sich von den Spurts des dritten und vierten Bootes nicht beeindrucken. Mit letzten kraftvollen Schlägen ruderten sie über die Ziellinie und jubelten über ihre erzielte Silbermedaille. Am Siegerpodest standen sie dann neben ihren Viererpartnerinnen und freuten sich gemeinsam mit ihnen. Auf der Erfolgswelle reitend, war es nun im letzten Rennen das Ziel, im Vierer allen davonzurudern. Unbeirrt von dem Gefühl, nun die Gejagten zu sein, gingen sie mit langen, kraftvollen Schlägen auf die Strecke. Immer weiter entfernten sie sich von ihren Gegnerinnen und erfüllten sich vor der jubelnden Menge den Traum von der Goldmedaille.

Somit endete die Deutsche Jahrgangsmeisterschaft für den RRK mit drei Gold-, vier Silbermedaillen und zwei WM-Nominierungen so erfolgreich wie schon lange nicht mehr.

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