Mi., 17.03.2021 , 16:24 Uhr

Maskenaffäre um CSU-Politiker: Markus Söder äußert sich dazu

Nach Ansicht von Ministerpräsident Markus Söder gefährden die Vorwürfe in der Maskenaffäre gegen den bayerischen CSU-Landtagsabgeordneten das Vertrauen in die Demokratie. Deshalb se es wichtig, so rasch wie es nur gehe, diese Vorwürfe zu entkräften und „aus der Welt zu schaffen“, so Markus Söder am Mittwoch im Landtag. Zudem bestehe durchaus die Gefahr, dass die CSU nachhaltig geschädigt werde.

Es ist jetzt an der Zeit, reinen Tisch zu machen, alle Vorwürfe zu entkräften, proaktiv das zu gestalten und so schnell wie möglich dies aus der Welt zu bringen. Insbesondere deswegen, weil sonst weiterer Schaden und weiterer Vertrauensverlust entstehen - Markus Söder, Ministerpräsident

 Der CSU-Chef forderte Sauter auf, alle Parteiämter niederzulegen und bis zur Klärung der Vorwürfe auch sein Landtagsmandat ruhen zu lassen. Es sei eine schwere Stunde für alle Beteiligten.

Die Generalstaatsanwaltschaft München hatte zuvor mitgeteilt, dass sie in der Maskenaffäre nun auch gegen einen Abgeordneten des bayerischen Landtags ermittelt - wegen des Anfangsverdachts der Bestechlichkeit und Bestechung von Mandatsträgern. Ein Sprecher der Ermittlungsbehörde bestätigte, dass in Zusammenhang mit dem Ankauf von Corona-Schutzmasken durch die öffentliche Hand von Beamten des Bayerischen Landeskriminalamts zehn Objekte in München sowie im bayerischen Regierungsbezirk Schwaben durchsucht worden seien.

CSU-Generalsekretär Markus Blume nannte die Vorwürfe gegen Sauter von «schwerwiegender Natur». Der Ex-Minister habe die Vorwürfe zwar als unbegründet zurückgewiesen, diese Aussagen seien aber bisher unzureichend. Sauter müsse unverzüglich an der Aufklärung mitarbeiten, und dazu gehöre auch eine lückenlose öffentlichen Erklärung.

 

dpa/MS

 

Hier ein Statement von Markus Söder

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