Mi., 26.01.2022 , 18:36 Uhr

Marx nimmt Stellung zum Münchner Missbrauchsgutachten

Am Donnerstag meldet sich Erzbischof Marx zu den Ergebnissen der Missbrauchsstudie zu Wort, die sein Bistum in Auftrag gegeben hatte.

Eine Woche nach dem erschütternden Missbrauchsgutachten für das Erzbistum München und Freising richten sich die Augen auf Erzbischof Reinhard Marx. Der Kardinal will am Donnerstag (11.00 Uhr) in einer Pressekonferenz Stellung zu den Ergebnissen der Studie nehmen, die sein Bistum bei der Anwaltskanzlei Westpfahl Spilker Wastl (WSW) in Auftrag gegeben hat. Die Studie wirft unter anderen Marx und seinen Vorgängern im Amt des Erzbischofs, Kardinal Friedrich Wetter und Joseph Ratzinger, Fehlverhalten im Umgang mit Missbrauchsfällen vor und geht von mindestens 497 Opfern und 235 mutmaßlichen Tätern aus – und von einem weit größeren Dunkelfeld.

Marx war bei der Vorstellung des Gutachtens am Donnerstag vergangener Woche nicht dabei und hatte danach nur eine kurze Stellungnahme abgegeben. «Ich bin erschüttert und beschämt», sagte er vor einer Woche. Ratzinger, der spätere Papst Benedikt, hatte eingeräumt, bei seinen Angaben für das Gutachten in einem Punkt nicht die Wahrheit gesagt zu haben – dies sei auf einen Fehler bei der «redaktionellen Bearbeitung» seines Statements zurückzuführen.

dpa

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