Mo., 25.03.2024 , 15:16 Uhr

Manfred, i hol di mit mei’m Traktor ab! - Malteser erfüllen letzten Herzenswunsch

Einmal noch mit dem Trecker über Feld und Wiesen fahren - das hat sich der sterbenskranke Manfred gewünscht. Und sein Wunsch ist dank der Malteser in Erfüllung gegangen.

Manfred wohnt seit einigen Wochen im Hospiz. Vor kurzem äußerste er einen bescheidenen Wunsch. Für diesen mussten sich die Malteser und der Herzenswunsch-Krankenwagen etwas beeilen, denn ob die Kraft dafür noch ausreichen würde, das war bis kurz vor Abfahrt nicht ganz klar:  Der Fahrgast wollte noch einmal zu sich nach Hause und auf seinen liebevoll gepflegten und restaurierten Traktoren sitzen.

Daniela Kiermeier und Johannes Hundschell, beides ehrenamtliche Helfer bei den Maltesern, übernahmen diese Herzenswunsch-Fahrt.  Eine Mitarbeiterin des Hospizes erzählte den beiden, als sie Manfred abholten, dass die Vorfreude auf das bevorstehende Ereignis beim Fahrgast einen deutlichen Energieschub bewirkt hatte, womit niemand gerechnet hatte.

Eine gute halbe Stunde vom stationären Hospiz entfernt wartete bereits Manfreds Familie auf ihn, im Garten waren seine drei geliebten Traktoren und ein Unimog platziert. Sobald die Hintertüre des Krankenwagens geöffnet würde und Manfred einen freien Blick auf die Wiese hatte, hatte er bereits Tränen in den Augen.

Daniela und Johannes halfen beim Hineinsetzen in den Rollstuhl, damit Manfred gemeinsam mit seinem Sohn eine Runde durch den Garten drehen und seinen geliebten Traktoren noch einmal nahe sein konnte.

Nach Beendigung des Gartenrundgangs boten die Malteser dem Fahrgast an, ihm zu helfen, sich auf einen Traktor zu setzen. Manfred äußerte vorsichtig den Wunsch, lieber noch einmal im Unimog zu sitzen und mit seinem Sohn noch eine Dorfrunde zu drehen. In kürzester Zeit war von einer Anhöhe im Garten zur Beifahrertüre des Unimogs mit Hilfe eines Brettes eine provisorische Brücke errichtet – problemlos konnte Manfred so den Einstieg an der Beifahrerseite meistern.

Mit seinem Sohn als Chauffeur ging es auf zu einer kleinen Dorf- und Felder-Runde, danach noch ein kurzes Fotoshooting für Erinnerungsbilder und eine kleine Stärkung mit vielen Leckereien, die die Familie vorbereitet hatte. Manfred freute sich riesig, wieder an seinem Esstisch zu sitzen.

Von seinen Gefühlen überwältigt, wollte er weder essen noch wirklich etwas trinken und meinte, er habe jetzt alles, was er brauche um glücklich zu sein: seine Familie und die Nähe zu seinen Fahrzeugen.

Gegen 16:45 Uhr wollte Manfred wieder zurück ins Hospiz fahren, denn langsam schwanden seine Kräfte. Die Ehefrau bedankte sich im Anschluss an die Fahrt bei den Malteser Helfern, wie einfühlsam und liebevoll sie im Umgang mit ihrem Mann waren. Eine schöne Erinnerung, von der die Familie noch viele Jahre etwas haben wird.

 

Herzenswünsche unterstützen

Seit 2018 werden in der Diözese Regensburg Herzenswünsche durch die Malteser ermöglicht. Bisher wurden mehr als 40 Herzenswunsch-Fahrten mit lebensverkürzt erkrankten Menschen unternommen. Wer einem nahestehenden Menschen ebenfalls eine Freude machen oder spenden möchte, findet hier nähere Informationen:

www.malteser-bistum-regensburg.de/hwk

Der Herzenswunsch-Krankenwagen ist ein ehrenamtlicher Dienst der Malteser und auf Unterstützung angewiesen.

Wir freuen uns über jeden noch so kleinen Betrag:

SPENDENKONTO: Pax-Bank eG

IBAN: DE79 3706 0120 1201 2186 55 BIC: GENODED1PA7 Stichwort: “Herzenswunsch”

 

Malteser / JM

Das könnte Dich auch interessieren

13.03.2026 Maxhütte-Haidhof: Knochenfund gibt Rätsel auf – Kripo ermittelt wegen ungeklärtem Todesfall Am Freitag, 20. Februar 2026, sind bei Waldarbeiten in einem Waldstück bei Ibenthann menschliche Knochen entdeckt worden. 13.03.2026 Heute Abend im Programm 12.03.2026 Bayern: Landesweiter Probealarm am 12. März 2026 testet Sirenen, Warn-Apps und Cell Broadcast Am Donnerstag, 12. März 2026, findet ab 11:00 Uhr im gesamten Freistaat Bayern der landesweite Probealarm statt. 09.03.2026 Neumarkt i.d. Opf./Leipzig: Lange Haftstrafen für Mord auf Bahngleis bestätigt Sie schlugen einen Mann bewusstlos und legten ihn auf ein Bahngleis. Dort überrollte ihn ein Zug. Jetzt steht fest, dass zwei Männer dafür lange ins Gefängnis müssen.