So., 17.08.2025 , 09:48 Uhr

Manching: Zwei 23-Jährige sterben bei Zugunglück an Bahnübergang

Bei einem schweren Unfall an einem Bahnübergang in Manching (Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm) sind in der Nacht zwei junge Männer im Alter von 23 Jahren ums Leben gekommen. Ihr Auto wurde von einer Regionalbahn erfasst und mehrere Meter weit geschleudert.

Auto fährt trotz rotem Blinklicht auf Bahnübergang

Der Unfall ereignete sich an einem unbeschrankten Bahnübergang, an dem die Lichtzeichenanlage bereits rotes Blinklicht zeigte. Dennoch fuhr der 23-jährige Autofahrer weiter. Die aus Ingolstadt kommende Regionalbahn konnte trotz sofort eingeleiteter Notbremsung nicht mehr rechtzeitig anhalten und prallte frontal in die rechte Seite des Autos.

Wucht des Aufpralls schleudert Auto 25 Meter weit

Die beiden Insassen, Fahrer und Beifahrer, beide 23 Jahre alt, starben vermutlich sofort beim Zusammenstoß. Das Auto wurde rund 25 Meter weit in eine Böschung geschleudert, die Wrackteile verteilten sich über eine Strecke von mehr als 100 Metern.

Lokführer unter Schock – Zugreisende bleiben unverletzt

Der Zug kam erst nach etwa 600 Metern zum Stehen. Die 15 Passagiere und eine Zugbegleiterin blieben unverletzt. Der 50-jährige Lokführer erlitt einen schweren Schock und musste ärztlich versorgt werden.

Bahnverkehr wieder freigegeben

Die Fahrgäste wurden mit Schienenersatzverkehr weitertransportiert. Nach einer Kontrolle der Gleise konnte der Bahnverkehr in der Nacht zum Sonntag wieder freigegeben werden. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei war die Lichtzeichenanlage am Bahnübergang funktionstüchtig und zeigte ordnungsgemäß rotes Blinklicht.

dpa/KH

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