Do., 16.11.2017 , 16:02 Uhr

Maltester verleihen Flüchtlingsmedaille an Helfer

Am vergangenen Mittwoch, 15.11.17, wurden im Malteser us in Regensburg die Flüchtlingshilfe-Medaille an einige haupt- und ehrenamtliche Helfer verliehen.

Zwei Jahre ist es her, dass die Malteser die Turnhalle der Albert-Schweitzer Realschule in Regensburg über Monate hinweg als Notunterkunft für ankommende Flüchtlinge betrieben haben. Seit dieser Zeit haben die Malteser eine Koordinatorin für Flüchtlingsarbeit eingestellt und das Projekt der Integrationslotsen aufgebaut.

Einmal wöchentlich gibt es seitdem ein Begegnungscafé, in dem viele Alltagssorgen und Probleme besprochen werden können, oder auch nur gemeinsam Tee getrunken werden kann. Der souveräne Malteser Ritterorden hat jetzt eine Flüchtlingshilfe-Medaille, die sogenannte "Order of Malta Refugee Aid Medal" gestiftet, die stellvertretend für die vielen Unterstützer am Mittwoch, den 15.11.2017 im Malteser Haus in Regensburg an einige haupt- und ehrenamtliche Helfer verliehen wurde.

Neben den Helfern aus den eigenen Malteser-Reihen haben sich innerhalb kürzester Zeit nach einem Aufruf über Plakate und in den sozialen Netzwerken über 300 Helfer gemeldet, die dann beispielsweise bei der Essensausgabe in der Notunterkunft geholfen oder stundenweise Kinderbetreuung in der Turnhalle übernommen haben.

Der Regierungspräsident der Oberpfalz, Axel Bartelt, betont in seinem Grußwort noch einmal, wie beeindruckt er damals von der Hilfsbereitschaft der Menschen war:

„In der Oberpfalz sind die Malteser seit Beginn der Flüchtlingskrise mit großem ehren- und hauptamtlichem Engagement dabei, um Menschen in Not zu helfen. Vor allem in den ersten Monaten des Ansturms von Asylsuchenden haben die Malteser die Menschen nicht nur mit Essen versorgt, sondern ihnen die, wahrscheinlich genauso dringend erforderliche, menschliche Wärme und Zuwendung gegeben.“ Viele Helfer empfanden die Zeit in der Notunterkunft als sehr intensiv. Zum Beispiel auch Regina Stelzner, die verantwortlich für den Bereich der Essensausgabe war: „Es hat mich sehr gefreut, dass so viele Menschen bereit waren, unkompliziert zu helfen. Als langjährige ehrenamtliche Helferin aus dem Katastrophenschutz war es aber auch eine Herausforderung, alle drei Stunden völlig neue Leute anzulernen und ihnen die Hygienestandards zu erklären, die wir zwingend einhalten mussten. Ich bin überrascht, wie gut das dann doch geklappt hat.“

Andreas Bergner hat sich in der Anfangsphase um die organisatorischen Abläufe gekümmert, Getränke bestellt oder zum Beispiel Feldbetten durchgezählt. Vor allem eines hat er in guter Erinnerung behalten:

„Das Engagement der Flüchtlinge selbst hat mich beeindruckt. Viele wollten selbst mit anpacken, Wasserkisten schleppen oder die Halle aussaugen. Das war schon schön zu sehen, wie alle zusammengeholfen haben.“

Mit der Medaille wollen die Malteser sich bei den Helfern für ihr außergewöhnliches Engagement bedanken. Dazu zählten die Bereiche Aufbau und Betreuung der Notunterkünfte, medizinische Versorgung, Zugbegleitungen, Kirchenasylbetreuung oder auch grenznahe Unterstützungseinsätze.

„Allen Helfern, die sich in irgendeiner Form bei den Maltesern in der Flüchtlingshilfe engagiert haben, gilt ein großes Dankeschön, unabhängig von der verliehenen Medaille,“ so Dr. Frank Becker, Geschäftsführer der Malteser in der Diözese Regensburg.

 

pm/MB

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