Bei den Anrufen gaben sich die Täter unter anderem als Angehörige aus. Sie weinten ins Telefon und erzählten von einem angeblich schweren Unfall oder einer plötzlichen Krankheit. In anderen Fällen meldeten sich die Anrufer als Polizisten, Staatsanwälte oder Ärzte.
Ziel der Betrüger war es, die Angerufenen davon zu überzeugen, eine hohe Kaution oder angebliche Behandlungskosten zu bezahlen. Am Ende fragten die Täter gezielt nach Gold, Schmuck oder Bargeld. Diese Wertsachen sollten dann an einen Abholer übergeben werden.
In den meisten Fällen erkannten die Angerufenen die bekannte Betrugsmasche, sodass kein finanzieller Schaden entstand.
Eine 91-jährige Frau aus dem Stadtgebiet von Mainburg glaubte jedoch die erfundene Geschichte. Ihr wurde vorgetäuscht, sie müsse 60.000 Euro bezahlen. Da sie diesen Betrag nicht aufbringen konnte, reduzierten die Täter die Forderung auf 20.000 Euro.
Die Seniorin fuhr zur Bank, hob das Geld ab und wollte es zur Abholung bereitstellen. Zu einer Übergabe kam es glücklicherweise nicht mehr. Ein finanzieller Schaden entstand nicht.
Im Zusammenhang mit den Vorfällen wird eindringlich vor diesen und ähnlichen Betrugsmaschen gewarnt. Auf entsprechende Anrufe sollte keinesfalls eingegangen werden.
Gerade ältere Angehörige sollten immer wieder über die Vorgehensweise der Täter informiert werden. Bei Zweifeln oder verdächtigen Situationen ist die Notrufnummer 110 jederzeit erreichbar. Auch jede Polizeiinspektion steht als Ansprechpartner zur Verfügung.
PI Mainburg / TVA Onlineredaktion