Di., 02.03.2021 , 17:06 Uhr

Lichtaktion auch in Regensburg: Das Donau-Einkaufszentrum leuchtet rot

Verwaiste Innenstädte mit leerstehenden Läden, geschlossene Restaurants und verriegelte Theater: Dies könnte bald bitte Realität werden. Mit der Initiative „Das Leben gehört ins Zentrum“ fordert ein breites Bündnis großer Einzelhändler die Wiedereröffnung der Geschäfte zum 8. März. Um deutlich zu machen, welche Flächen in den Innenstädten bei einem andauernden Lockdown von Schließung bedroht sind, lassen die Händler ihre Schaufenster in rotem Licht erstrahlen.

Auch das Donau-Einkaufszentrum in Regensburg beteiligt sich an der Aktion.

„Die Schließung der Geschäfte im monatelangen Lockdown bringt viele vorher erfolgreiche Unternehmen in eine ernste Notlage. Unsere Mietpartner haben gut gewirtschaftet und für ihre Kunden und Mitarbeiter überzeugende Hygienekonzepte entwickelt, aber irgendwann sind alle Rücklagen aufgebraucht und die versprochenen staatlichen Finanzhilfen kommen nur schleppend oder gar nicht an. Im Donau-Einkaufszentrum arbeiten insgesamt rund 1.500 Beschäftigte. Weitere tausende Arbeitsplätze bei unseren Partnern aus Handwerk und Dienstleistung sind ebenfalls von einem lebendigen Einzelhandel abhängig. Wir haben in Deutschland vielerorts noch eine Einkaufskultur in den Städten. Dazu gehören neben uns als Einkaufszentrum und Forum der Region natürlich auch die Geschäfte, Gastronomie, Kunst und Kultur. Wenn all das in unseren Innenstädten verloren geht, ist das von Dauer. Eine Wiederbelebung ist dann nicht mehr möglich.“ – Thomas Zink, Geschäftsführer

Das Bündnis der großen Einzelhändler, darunter auch Thalia, Breuninger, Deichmann, S.Oliver, Ernsting’s family und viele andere große Namen, fordert ein Ende der andauernden Lockdown-Politik und erwartet ein Konzept, wie Leben mit Corona möglich ist, z.B. durch Schnelltests, digitale Lösungen, schnelles Impfen und Anerkennung der erfolgreichen Hygienekonzepte. Dazu zählen: Zugänge zu den Filialen regulieren, Reinigen und Desinfizieren, Abstand einhalten, Übertragungswege eindämmen, Mitarbeiter organisieren, Bewusstsein stärken und Umsetzung sichern. Diese Maßnahmen wurden bereits erfolgreich vor der Ladenschließung umgesetzt.

Bereits nach dem ersten Lockdown hatte der Einzelhandel unter Beweis gestellt, dass die flächendeckenden Maßnahmen zum Schutz von Kunden und Mitarbeitern wirksam sind, was auch Zahlen des Robert Koch Institut (RKI) bestätigen. Die vom RKI veröffentlichte Einschätzung des allgemeinen Infektionsrisikos bestätigt dem Einzelhandel ein niedriges Infektionsrisiko sowie grundsätzlich einen niedrigen Anteil am Infektionsgeschehen.

Mit der Lichtaktion „Die Stadt lebt“ will der Einzelhandel deutlich machen, dass große Teile von Deutschlands Innenstädten akut bedroht sind. Deshalb schalten Händler und Einkaufszentren von Sonntag, 28. Februar an, abends die Schaufensterbeleuchtung aus und ersetzen sie durch rotes Licht – damit die Ministerpräsidentenkonferenz das Schicksal der Innenstädte deutlich vor Augen hat. Das Donau-Einkaufszentrum beteiligt sich vom 1. bis 6. März mit einer rot beleuchteten Parkhaus-Spindel an der bundesweiten Aktion.

„Wir müssen lernen, mit der Pandemie zu leben. Das heißt für mich auch, wieder eine Balance zwischen Gesundheitsschutz und Wirtschaftsinteressen herzustellen. Aktuell gibt es sie nicht und ich befürchte, dass wir unserer Wirtschaft damit nachhaltig schaden“, erklärt Claus-Dietrich Lahrs, CEO von S.Oliver, im Namen des Einzelhandels-Bündnisses. „Die Innenstadt ist ein Mikrokosmos, der nur im Zusammenspiel funktioniert – mit Handel, Gastronomie, Kultur und den Städten. Sobald ein Faktor wegfällt, leidet das Gesamterlebnis Innenstadt. Das Leben gehört zurück ins Zentrum. Der Einkaufs-Bummel soll auch nach Corona noch Spaß machen.“

 

 

Donau-Einkaufszentrum/MB

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