Mi., 06.02.2019 , 14:29 Uhr

Landtagsabgeordneter Tobias Gotthardt zur Trassendebatte Tennet

Ein „Ende der Scheinheiligkeit“ in der Trassendebatte fordert der Regensburger Landtagsabgeordnete Tobias Gotthardt (FREIE WÄHLER) und reagiert damit auf den „aufgeregten Seitenwechsel einiger Kommunalpolitiker“ nach Bekanntgabe der Lehrrohr-Entscheidung durch Tennet: „Eine Trasse macht entweder Sinn – oder sie macht keinen. Eine Trasse zerstört entweder Heimat – oder nicht.“

Zehn Meter mehr Trassenbreite seien da „bei weitem nicht das Kernproblem“. Kritik übt Gotthardt auch am „Ablenkungsmanöver Autobahntrasse“: Wer sich in die Materie eingearbeitet habe, wisse „dass ein Erdkabel entlang der Autobahn allein aufgrund der Bebauung schwierig ist – außer man legt es direkt unter die Autobahn“. Gotthards Forderung an die Bundespolitik: „Planungsfehler eingestehen, Trasse beerdigen – und die Milliarden in dezentrale Energiewende stecken. Wir wären auf einen Schlag viele Probleme los.“

Der Landtagsabgeordnete stellt sich damit weiterhin konsequent an die Seite der Trassengegner und betroffenen Bürgermeister: „Diese Trasse braucht kein Mensch“, so sein Credo.

„Bayerns energiepolitisches Rezept war die Unabhängigkeit – und die muss es auch nach dem Atomausstieg bleiben.“ Es sei, so Gotthardt, „Irrsinn hoch 3, einen Industriestandort wie unseren an den Trassentropf nordostdeutscher Kohlekraft zu hängen – wohlwissend, dass dieser Brunnen in 10, 15 Jahren ebenso versiegt. „Dafür Milliarden in Sand und Granit zu setzen, ist Verrat am Stromkunden und ein Kniefall vor den Versorgerriesen.“

Alle Parteien auf Bundesebene bräuchten „den Mut, eine aus heutiger Sicht falsche Entscheidung von 2010 neu zu bewerten und zu revidieren: Fachliche Einsicht vor politischem Stolz“ – dies treffe Union, SPD und die Grünen gleichermaßen: „Sie haben sich schlicht im Trassendschungel verrannt.“

Ziel der FREIEN WÄHLER bleibe es, „den realpolitischen Beweis in Bayern anzutreten, dass eine echte Energiewende ohne Trassenwahn gelingen kann, wenn man es konkret anpackt.“ Dass die CSU das wolle, habe sie mit dem Energiekapitel des Koalitionsvertrags unterschrieben.

 

Pressemitteilung Tobias Gotthardt

Das könnte Dich auch interessieren

22.09.2026 Bayern: Mehr Gurtverstöße bei Polizeikontrollen zum Schuljahresbeginn Bei einer landesweiten Kontrollaktion zum Schuljahresbeginn hat die Bayerische Polizei mehr Verstöße gegen die Gurtpflicht festgestellt als im Vorjahr. Vom 15. bis 18. September 2026 kontrollierten die Beamten verstärkt, ob Autofahrer und Mitfahrer angeschnallt und Kinder ordnungsgemäß gesichert waren.   Mehr als 1.000 Gurtverstöße festgestellt Insgesamt registrierte die Bayerische Polizei 1.082 Gurtverstöße. Im Vorjahr waren 22.09.2026 Bayern: Reaktion auf Pisa-Ergebnisse - mehr Mathe, Deutsch und Sport Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sorgt sich angesichts der jüngsten Pisa-Ergebnisse um die langfristige Innovationsfähigkeit des Freistaats. Bei einer CSU-Fraktionsklausur in Kloster Banz bei Bad Staffelstein sprach Söder von einem «Pisa-Schock». Die Ergebnisse werfen für ihn die Frage auf, ob Bayern auch in einigen Jahren noch genügend qualifizierte Köpfe haben wird, um seine Innovationskraft zu 22.09.2026 Abensberg: Judoka nach Prügelattacke auf Timo Cavelius lebenslang in Bundesliga gesperrt Nach einer Prügelattacke in der Judo-Bundesliga gibt es eine erste Entscheidung: Akaki Japaridze ist von der Exekutive der Judo Bundesliga auf Lebenszeit gesperrt worden. 22.09.2026 Heute Abend im Programm